Überlegungen zum Saisonverlauf, DJM und DM im UWR

von Klaus Dräger am . — Noch kein

Bekanntgabe durch Spartenleiter UWR im VDST am 30.03.2020, 23:39 Uhr:

“Hallo allerseits,

in unserer gestrigen Telefonkonferenz [Sonntag, 29.03.2020, 18:00 Uhr] der Leistungssport- und UWR-Verantwortlichen [alle SBL, alle Bundestrainer, beide Aktivensprecher, Schiedsrichterobmann UWR, Fachbereichsleitung Leistungssport und Spartenleitung UWR] haben wir uns angesichts der Ungewissheit in der aktuellen Corona Situation zu folgenden Schritten entschieden:

– Bis zum Beginn der Sommerferien wird es aus jetziger Sicht keinen Spielbetrieb geben. Sollte sich die Situation ändern, werden wir kurzfristig reagieren und ein Konzept für eine mögliche Fortsetzung der Ligaspiele überlegen.

– DM und DJM sind zunächst auf Eis gelegt. Wir werden frühestens im Sommer entscheiden ob diese Veranstaltungen in der aktuellen Saison noch stattfinden oder möglicherweise entfallen.

– Der Abschluss der Saison, Auf und Abstieg soll in den jeweiligen Spielbetrieben diskutiert und entschieden werden.

Von hier aus viele Grüße – und – bleibt gesund

Ulli Meskes”

Training in Zeiten von Corona

von Hannes am . — Noch kein

Die Corona Pandemie hat Deutschland fest im Griff. Der UWR Spielbetrieb ist ausgesetzt, Schwimmbäder und Fitnessstudios haben geschlossen. Was für den Einzelnen nervig ist, ist notwendig um die Kapazität unseres Gesundheitssystems hoffentlich nicht zu überfordern.
Hier geb ich Dir ein paar Tipps wie Du mit den Einschränkungen umgehen und dein Training aufrecht erhalten kannst.

Ausdauertraining ist weiterhin möglich, wobei man es jetzt allein und nicht in der Gruppe machen sollte. Ich geh sowieso meistens alleine Laufen, und hab kein Problem damit, das auch nachts zu tun, wenn draußen fast nichts mehr los ist. Mit einer App wie Nike Run Club oder Runtastic logge ich jeden Lauf und hab direkt im Blick wie ich mich verbesser oder wann ich einen schlechten Tag hatte.

Für’s Krafttraining hab ich eine Langhantel und einen Schlingentrainer auf dem Balkon. Aber auch ohne kann man mit seinem Körpergewicht viel machen, ich sag nur Liegestütze (in diversen Varianten), Dips, Kniebeugen, Lunges, Burpees, Klimmzüge, Crunches, Sit ups, Superman, MaxxF, Freeletics, usw.

Bei Cyberobics sind im Moment auch alle Workouts kostenlos. Da turnt einem ein Trainer was vor, ich find das ziemlich motivierend und man muss sich weniger Gedanken um den Trainingsplan machen.

Und schließlich kann man die Zeit nutzen, um Apnoe-Training nach Tabellen zu machen.

In diesem Sinne, munter bleiben.

Auf der Suche nach mehr Grip

von Hannes am . — 10

Gestern im Sportgeschäft hab ich Handschuhe entdeckt, bei denen Handfläche und Finger mit einer griffigen, fast klebrigen Schicht aus Gummi beschichtet waren. Endlich! Mein Traum von mehr Grip wird wahr. Also gleich ein Paar in meiner Größe gesucht, angezogen, und versucht, einen Fußball mit einer Hand aufzuheben. Keine Chance. Naja gut, ein Fußball ist vielleicht auch ein bisschen groß. Als nächstes hab ich’s mit einem Handball ausprobiert (Größe 3 ist in etwa so groß wie ein UWR Ball). Leider hat’s wieder nicht so geklappt wie ich es mir vorgestellt hab: der Handschuh haftet zwar am Ball – aber die Hand rutscht leider aus dem Handschuh sobald ich zupacke. Die haben den Grip innen vergessen.

Dann hab ich den Handball ohne Handschuh angefasst und war überrascht wie griffig seine Oberfläche ist. Kann man nicht UWR Bälle ähnlich konstruieren?

Hat schon mal jemand ausprobiert einen Handball mit Salzwasser zu füllen und damit UW-Rugby zu spielen? Geht das? Oder is die Oberfläche nicht mehr griffig wenn sie nass ist? Sind solche Bälle resistent gegen Chlorwasser? Hat der Ball zu viel Auftrie, weil unter der Oberfläche eine Schicht Schaumstoff ist?

26. Open German Championships Youth/Juniors 2020

von TCO 7 am . — Noch kein

I am looking forward to announce that the 26. Open German Championships for Youth/Juniors 2020 will take place at the 20./21. Juni 2020 in Hechingen.
Many thanks to the Tauchclub Hechingen to take over the hosting of the tournament. The invitation and forms are available below and on the homepage of the host:
German: https://www.tauchclub-hechingen.de/aktuelles/djm2020de/
English: https://www.tauchclub-hechingen.de/aktuelles/djm2020en/

Best regards Jürgen Langner
VDST Division speaker UWR Youth/school

Tagesbericht Graz: Finaltag

von Torte am . — 4

Deutsche Damen Vize- Weltmeister – Herren holen Bronze

Die deutschen Damen verlieren das Finale der 11. Unterwasserrugby Weltmeisterschaft gegen Norwegen 0:1 in der Verlängerung. Die deutschen Herren besiegen Dänemark in einem hitzigen Spiel mit 2:1 und holen Platz 3.

Damen holen Silber auf Unterwasserrugby- WM

„Wir schaffen das“, motivierte Kapitänin Stefanie Nusser ihr Team kurz vor der Verlängerung. Und lange sah es danach, dass die deutschen Damen ihren Weltmeistertitel verteidigen werden. Wir schon im WM Finale 2015 und im EM Finale 2017 hieß der Gegner bei der 11.Unterwasserrugby Weltmeisterschaft Norwegen. Beide Mannschaften kannten sich daher gut, trafen hier dennoch zwei unterschiedliche Spielstiele aufeinander. Norwegen, mit Konterstarken Spielerinnen, fiel vor allem mit schnellen und wuchtigen Aktionen auf. Deutschland hingegen spielte gewohnt auf Ballbesitz und lange Druckphasen.
In einem torlosen Spiel mit guten aber keinen zwingenden Chancen auf beiden Seiten, ging man in die Verlängerung mit Golden Goal.
Hier sah es zuerst nach einer Entscheidung für Deutschland aus. In Minute 3. der Verlängerung konterten gleich drei deutsche Damen frei auf den gegnerischen Korb. Stefanie Nusser wurde dabei in letzter Sekunde am Entscheidungstreffer gehindert. Nur zwei Minuten später kamen die Norweger zur ihrer ersten großen Torchance. Zuerst gelang den Norwegerinnen die Torposition zu stehlen. Das Zuspiel konnte Deutschland jedoch unterbinden. Eine Minute später war es dann Gerd Anne Solibakke, die einen schnellen Pass auf die offene Seite zum 1:0 Siegtreffer verwandeln konnte.
Die deutschen Damen verlieren das Finale durch das einzige Gegentor im Turnier, hatte man in allen vorherigen Spielen zu null gespielt.
Nach deutlichen Siegen in der Vorrunde gegen Spanien (9:0), Türkei (3:0) und die USA (11:0) war man Gruppenerszer. Den Weg ins Finale beschritte die Damen durch Siege im Viertelfinale gegen Gastgeber Österreich (7:0) und Finnland im Halbfinale (1:0 Verlängerung).
„Das war unser bestes Spiel“, lobte Co Trainerin Tanja Scherer die Mannschaft nach dem Spiel.
Hinter den Norwegerinnen und Deutschland, belegte Kolumbien den dritten Platz nach einem 2:0 Sieg über Finnland. Die Gastgeberinnen aus Österreich belegten Platz 6 hinter Schweden.

Herren besiegen Dänemark im Spiel um Platz 3

„Hinten kompromisslos. Vorne den Ball laufen lassen. Diesen Sieg sind wir uns schuldig“, beendete Lukas Tadda die letzte Mannschaftsansprache vor dem kleinen Finale gegen Dänemark. Noch sichtlich enttäuscht vom verpassten Finaleinzug durch die Halbfinal- Niederlage gegen Weltmeister Norwegen, wollte man unbedingt das Spiel um Platz 3 für sich entscheiden. Und Deutschland startete direkt gut ins Spiel. Bereits in Spielminute 8. konnte, wie schon im Halbfinale, Martin Schottmüller seinem Bruder Jochen einen Pass auflegen. Der Ball wurde dabei durch die Beine des dänischen Verteidigers geworfen. Jochen Schottmüller nutze die kurze Verwirrung zum 1:0 Führungstreffer.
Kurz vor Ende der ersten Halbzeit glänzte der Torschütze nochmals, als er einen gefährlichen Konter Dänemarks klären konnte (14.min).

Im zweiten Durchgang startete dann Dänemark besser ins Spiel, wollten auch die Dänen dieses Spiel nicht kampflos aufgegeben. Torwart Sebastian Lange wurde in der 17. Spielminute mit einer 2- Minuten Zeitstrafe auf die Strafbank gesetzt. In einzige gute Chance der Dänen in Überzahl klärte Verteidiger Niklas Tadda wenige Sekunden nach dem Wiederanpfiff.
Gegen Ende des Spiels wurde dann das Spiel immer hitziger, vor allem von dänischer Seite. 4.15min vor Ende des Spiels wurden gleich zwei Dänen mit einer Zeitstrafe auf die Strafbank gesetzt. Die doppelte Überzahl nutze Kapitän Lukas Tadda, freigeblockt durch seinen Bruder Niklas, zur 2:0 Führung. Spannend wurde es dann nochmal in der Schlussphase, als der Däne Andreas Wielandt mit einem Konter den 2:1 Anschlusstreffer erzielen konnte. Die deutschen ließen dann aber bis zum Schlusspfiff keine weiteren Chancen zu und holen sich verdient die Bronze Medaille.
Im Verlauf der Meisterschaft war die Leistung der deutschen Herren stetig gestiegen. Nach Vorrunden- Siegen gegen Tschechien (12:1) und Großbritannien (30:0), traf man schon einmal auf Dänemark. Diese Vorrunden- Begegnung endete 0:0. Im Viertelfinale besiegten die deutschen dann Rekordweltmeister Schweden (2:0), ehe Norwegen die Träume vom ersten WM- Titel Deutschlands im Halbfinale platzen ließ. Man unterlag dem Weltmeister von 2011 und 2015 mit 2:3 nach Strafwurfwerfen.
Die Norweger konnten allerdings ihren Titel in diesem Jahr nicht verteidigen. Weltmeister der 11. CMAS Unterwasserrugby Weltmeisterschaft wurde erstmals Kolumbien, die auch die letzte U21 Weltmeisterschaft sowie die letzte Club- Weltmeisterschaft gewinnen konnten.
Hinter Deutschland (3.) und Dänemark (4.), platzierten sich Schweden (5.) und Finnland (6.).

Finale Turnierergebnisse

Damen
WM Finale
Deutschland – Norwegen 0:1 / Verlängerung mit Golden Goal

Halbfinale:
Deutschland – Finnland 1:0 (Verlängerung)

Viertelfinale:
Deutschland – Österreich 7:0

Gruppenspiele:
Deutschland – USA 11:0
Deutschland – Türkei 3:0
Deutschland – Spanien 9:0

Herren
Spiel um Platz 3
Dänemark – Deutschland 1:2

Halbfinale:
Deutschland – Norwegen 2:3 nach Strafwurfwerfen

Viertelfinale
Schweden – Deutschland 0:2

Gruppenspiele:
Deutschland – Dänemark 0:0
Deutschland – Großbritannien 30:0
Deutschland – Tschechien 12:1

Abschlusstabelle

Damen:
1. Norwegen                   Gold
2. Deutschland                          Silber
3. Kolumbien                             Bronze
4. Finnland
5. Schweden
6. Österreich
7. Türkei
8. Australien
9. Dänemark
10. Spanien
11. USA
12. Italien
13. Kanada
14. Großbritannien

Herren:
1. Kolumbien                   Gold
2. Norwegen           Silber
3. Deutschland                Bronze
4. Dänemark
5. Schweden
6.Finnland
7. Österreich
8. Spanien
9. Australien
10. Tschechien
11. USA
12. Italien
13. Kanada
14. Großbritannien
15. Ungarn
16. Slowakei
17. Luxemburg

Tagesbericht Graz: Tag 8

von Torte am . — Noch kein

Deutsche Damen im Finale

Die deutschen Damen gewinnen das Halbfinale gegen Finnland 1:0 in der Verlängerung. Deutschland spielt somit am Samstag um 15.30Uhr gegen Europameister Norwegen. Die deutschen Herren spielen um 14.15Uhr gegen Dänemark das Spiel um Platz 3.

Stefanie Nusser schießt Deutschland ins WM Finale.

„Ihr spielt für euch. Und wenn jeder 100% gibt, haben wir ein 100% geiles Team“, motivierte Co- Trainerin Tanja Scherer die Damen vor dem wichtigen Halbfinale gegen Finnland. Und es sollte ein kräftezehrendes Spiel werden.
Die Weltmeisterinnen, von Anfang an spielbestimmend, konnten lange Zeit den Ball in den eigenen Reihen halten. Die körperlich starken Finninnen ließen aber keine wirklichen Torchancen zu, kamen selbst aber auch nur selten aus der eigenen Hälfte. Ein mehr-minütiges Druckspiel der Deutschen krönte Laura Brockhoff mit der ersten Torchance (6.min). Unglücklicherweise verliert sie den Ball beim Angriff von der offenen Seite aus der Hand. Finnland nutzt die folgende Unterbrechung für eine Auszeit und zur Neusortierung. Prinzipiell war das Spiel der Finnen verdächtig defensiv. Es wurden selten Angriffe nach vorne gefahren. Deutschland stetig am Drücken, tat sich schwer ein Rezept gegen die massive Verteidigung der Finnen zu finden. Die Damen verloren aber nicht die Geduld und belohnten sich mit weiteren Chancen, wie beispielsweise in Minute 14 als Laura Büchner eine 1 gegen 1 Situation herausspielen konnte.

In Durchgang zwei das gleiche Bild. Deutschland in Ballbesitz spielte druckvoll um das finnische Tor. Finnland in der Verteidigung klärte die meisten Situation durch Klammern und Blockieren des Balls. Aber die deutschen nahmen es sportlich:
„Wir fangen jetzt erst an zu zocken“, motivierte Laura Büchner in der Halbzeit ihre Mannschaftskameradinnen schmunzelnd.
So sah es zu keinem Zeitpunkt des Spiels danach aus, als könnte irgendetwas das deutsche Team am Sieg hindern. Selbst wenn Finnland einmal nah an den deutschen Korb rankam, klärten die deutschen Damen nicht nur sofort die Situation, sondern leiteten meist auch direkt den unmittelbaren Tempo- Gegenstoß ein. Dennoch kam es bis zur Schlussphase zu keiner wirklich nennenswerten Torchance. Erst in Minute 29 ging ein Aufschrei durch die Halle, als Steffanie Nusser, nach einem Pass von Regina Pavlovic, allein auf die gegnerische Torhüterin Kontern kann. Nur knapp scheitert sie dabei an der finnischen Schlussfrau.

Stefanie Nusser sollte aber ihre Chance noch bekommen. In der Verlängerung mit Golden Goal gelang es ihr in Minute 5 der Nachspielzeit den gegnerischen Korb zu klauen. Die frisch eingewechselte Laura Büchner verzögerte aber, war sie noch zu weit weg. Stefanie Nusser tauchte nachfolgenden auf, holte kurz Luft und kam sofort wieder runter, um ein weiteres Mal den Korb zu klauen. Diesmal passte das Timing. Laura Büchner setzte zum Kurz- Sprint an und spielte den Pass. Nusser musste den Ball nur noch unter sich in den Korb legen. Golden Goal.

Spannend wurde es dann allerdings noch einmal im Anschluss an das Spiel, da die Finnen gegen diese letzte Spielszene einen Protest einlegten.
Die zusammengestellte Jury von Head Referee Manuel Tito de Morais und Technical Delegate Rüdiger Hüls lehnte den Protest jedoch ab.

Morgige Spiele:

Damen in Blau
Finale
Deutschland – Norwegen 15.30Uhr

Herren
Spiel um Platz 3
Dänemark – Deutschland 14.15Uhr

Ausblick:
Die deutschen Damen spielen morgen das WM Finale gegen Europameister Norwegen. Beide Teams haben ein hartes Halbfinale hinter sich, das bei Norwegen sogar erst im Strafwurfwerfen gegen Kolumbien entschieden werden konnte. Das Spiel erfüllt die Kriterien ein spannendes Finale zu werden. 2015 konnte Deutschland im WM Finale schon einmal gegen Norwegen gewinnen. 2017 verlor man allerdings im EM Finale.

Die deutschen Herren spielen das Spiel um Platz 3 gegen Dänemark. Bei den Testspielen im Juni konnte Dänemark dominieren. Beim Vorrunden Spiel am vergangenen Dienstag war Deutschland die Mannschaft mit dem besseren System. Am Samstag entscheidet sich, wer von beiden Teams sich in einem K.O. Spiel durchsetzen kann.

Anekdoten:

  • Die Fanbase in Graz wird immer größer. Gefühlt sitz die halbe deutsche Rugby- Szene auf der Tribüne zum anfeuern.
  • Es werden in den digitalen Foren bereits schon Fahrgemeinschaften für weitere Anreisen zum Finale organisiert. Aus Friedrichshafen gibt es sogar den Plan am Samstag kurz mit einer Privatmaschine nach Graz zu fliegen.
  • Neben den Finnen gab es auch einen Protest von Österreich im Laufe des Turniers. Beide Proteste wurden abgelehnt.
  • Im Strafwurf werfen Kolumbien gegen Norwegen vergaben beide Teams einen MATCHBALL. Zuerst hätte Norwegen nur verwandeln müssen um zu gewinnen. Kurze Zeit vergab Kolumbien den finalen Strafwurf.

Alle Halbfinale dieser WM wurden erst in Verlängerung oder Strafwurfwerfen entschieden.

Tagesbericht Graz: Tag 7

von Torte am . — Noch kein

Deutschland verpasst WM- Finale

Die deutschen Herren verloren das Halbfinale gegen den amtierenden Weltmeister mit 2:3 nach Penaltyschießen. Deutschland spielt somit am Samstag um 14.15Uhr gegen Vorrundengegner Dänemark um Platz 3. Die deutschen Damen spielen morgen um 9Uhr gegen Finnland um die Finalteilnahme.

Norwegen beendet deutschen WM- Traum

„Ihr wart die bessere Mannschaft“, lobte Norwegens Kapitän Oyvind Nythus das deutsche Team nach dem Spiel. Am Ende waren es aber wieder einmal die individuellen Ausnahmesportler Norwegens, die den Unterschied machten. Iver Björnerem und Bard- Inge Peterson waren dabei die auffälligsten Akteure.
Ersterer konnte bereits in der 4. Spielminute eine Unsicherheit in der deutschen Abwehr zum 1:0 verwandeln. Schiedsrichterin Kajsa Lindmann war zur Wasseroberfläche gekommen und hatte Deutschland für einen Angriff auf die Ausrüstung verwarnt. Der Mannschaft war kurzzeitig nicht klar, ob es sich um eine Strafzeit handelte, und blieb zu Beginn des Freiwurfs mit sieben Spielern aus dem Wasser. Nur 14 Sekunden nach Anpfiff erzielte Norwegen die Führung. Deutschland hätte mit 6 Spielern im Wasser bleiben dürfen.
„Wir sind nervös. Der eine mehr, der andere weniger“, hatte Lukas Tadda unmittelbar vor dem Spiel gesagt und ergänzte: „Das ist aber gut. Denn das bedeutet wir sind nah dran“.
Und die Nervosität wurde den deutschen zu Beginn leider zum Verhängnis, gab es doch eigentlich nur wenig Grund dazu. Denn im gesamten Spielverlauf wirkten die Norweger deutlich unsicherer. Nicht nur, dass Norwegen dreimal im Spiel mit dem Ball ins Aus schwamm, auch zahlreiche Torchancen ließen sie zu.
Nach dem Führungstreffer dauerte es nur zwei Minuten bis Sebastian Lange einen erfolgreichen Pass an Lukas Tadda werfen konnte. Dieser konnte direkt den Korb frei räumen, den Ball aber nicht final versenken (6.min).
In Minute 11 brachten dann die Schottmüller- Brüder Deutschland zurück ins Spiel. Martin Schottmüller stürmte halbhoch auf den norwegischen Verteidiger und konnte den Ball unter ihm durch an seinen Bruder Jochen passen, der zum 1:1 über die offene Seite verwandelte.

Im zweiten Durchgang kam Deutschland dann zunehmender besser ins Spiel und übernahm allmählich die Oberhand. Druckphasen mit mehreren Angriffswellen ließen die Norweger nicht aus der eigenen Hälfte kommen. In Minute 23 dann sogar ein Wechselfehler bei Norwegen. Lukas Tadda verpasste nur knapp die Chance zum 2:1 in Überzahl. Der Pass an ihn kam aber zu weit, weshalb er ihn nicht direkt verwerten konnte.

Auch in der Verlängerung mit Golden Goal, hatte Deutschland gute Kombination. Die beste Chance der Verlängerung hatte ebenfalls Lukas Tadda in Minute 35., Christian Prowald konnte den Ball aber nicht sauber genug durchstecken, weshalb Norwegen rechtzeitig genug klären konnte.
Die Norweger hingegen hatten ebenfalls ihre Spielanteile. Auffällig oft bei Freiwürfen versuchte das Gespann Björnerem und Peterson eine Kombination am Tor aufzubauen. Drei Minuten vor Ende der Verlängerung dann der Schock. Torwart Hannes Treiber erhielt eine 2- Minuten Zeitstrafe wegen Schulter im Korb. Nach einer Auszeit setzte Norwegen direkt alles auf eine Karte und attackierte massiv. Verteidiger Niklas Tadda konnte aber klären.

Nach einer torlosen Verlängerung, wurde dann die Entscheidung im Strafwurfwerfen gesucht. Norwegen griff zuerst an.
Iver Björnerem, mehrfacher Torschützenkönig der Euro League, verwandelte den ersten Strafwurf gegen Sebastian Lange. Im Anschluss verfehlte Philip Kreißig als erster Schützer gegen Bard- Inge Peterson, wodurch Norwegen in Führung gehen konnte. Peterson erhielt allerdings im Anschluss eine 2- Minuten Strafe wegen Unsportlichkeit. Der Norweger hatte nach dem Auftauchen den Ball vor Freude aus dem Wasser geworfen.
Sebastian Lange brachte Deutschland zurück ins Spiel, als er den zweiten Strafwurf gegen Marius Skare über 45 Sekunden verteidigen konnte. Markus Heckrath glich im Gegenzug gegen Iver Björnerem zum 2:2 aus.
Peterson, der nach der zweiten Runde wieder ins Wasser durfte, trat gegen Kapitän Lukas Tadda an. Beide kannten sich noch gut aus dem WM- Finale 2015 in Cali. Damals hatte Peterson einen Strafwurf von Tadda im Spiel gehalten. Diesmal wollte Tadda den Spieß umdrehen. Jedoch bekam Peterson Tadda bereits sehr früh am Kopf zu packen und verwandelte nach knapp 35 Sekunden zum 3:2.
Hannes Treiber als dritter Schütze Deutschlands verpasste dann leider den letzten Strafwurf. Wieder war es Iver Björnerem, der den Ball zu packen bekam und zur Wasseroberfläche bringen konnte.
Norwegen spielt somit in der dritten Weltmeisterschaft in Folge das Finale. Deutschland verpasst hingegen eine weitere Chance den ersten Herren WM- Titel zu holen. Im letzten Spiel des Turniers trifft Deutschland nun nochmals auf Vorrunden- Gegner Dänemark. Dänemark verlor das zweite Halbfinalspiel 0:1 in Verlängerung gegen Kolumbien.

Morgige Spiele:

Damen in Blau
Halbfinale
Deutschland – Finnland 9Uhr

Herren
*spielfrei*

Ausblick:
Die deutschen Damen spielen morgen das Halbfinale gegen Finnland. Die Damen sind fit und haben den freien Tag für eine Schwimmeinheit genutzt. Deutschland, als amtierender Weltmeister, gilt auch hier als Favorit.

Anekdoten:

  • Heute gibt es ausnahmsweise keine Anekdoten…