Hannes
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Bamberg setzt Serie fort

von Hannes

Bei der 44. Deutschen Meisterschaft holte der Tauchclub Bamberg seinen neunten Titel in Folge. In Krefeld lautete das Finale wie so oft Bamberg gegen Malsch. Der Erzrivale zerstörte die Bamberger Offensive wirkungsvoll durch aggressives Forechecking. So fiel der erlösende Treffer erst 22 Sekunden vor dem Schlusspfiff. Null Gegentreffer zeugen einmal mehr von der starken Abwehrleistung der Franken.

Der Deutsche Meister im UWR 2015. (Foto: DUC Krefeld)

Tauchclub Bamberg, der Deutsche Meister im UWR 2015. (Foto: DUC Krefeld)

Das Eröffnungsspiel Malsch – Hamburg endete wie erwartet deutlich mit 10:0 für die Badenser. Doch schon die zweite Partie war spannungsgeladen: Die Gastgeber konnten noch in der ersten Hälfte durch einen Treffer auf das leere Tor in Führung gehen, doch Rheine glich nach wenigen Minuten aus. Das Spiel endete auch 1:1 unentschieden, das Rennen um die zwei Halbfinalplätze blieb offen.

Gegen Malsch konnte der SV Rheine nicht an seine starke Leistung aus dem ersten Spiel anknüpfen und musste eine 0:4 Niederlage hinnehmen. Hamburg bekam erneut eine große Packung. Krefeld brauchte eventuell die Tore um weiterzukommen und schlug Hamburg ebenfalls deutlich mit 11:0.

Doch Rheine konnte das gegen konditionell schon etwas angeschlagene Hamburger sogar noch toppen: 0:18. Krefeld durfte jetzt gegen Malsch nicht verlieren um weiterzukommen. Und tatsächlich schafften sie es wie im Vorjahr erfolgreich, ihr Tor 30 Minuten lang sauber zu halten (0:0). Dieser Punktgewinn reichte zum Einzug ins Halbfinale.

Auch das Spiel zwischen Berlin und Köln endete überraschend 1:1 unentschieden. Berlin konnte früh ein Tor erzielen, Köln brauchte sehr lange zum Ausgleich. Bamberg – München dagegen war wieder eine klare Angelegenheit (10:0), zumal die Oberbayern auf einige Spieler verzichten mussten. Auch gegen Köln zogen die Münchner den Kürzeren, das Ergebnis war mit 0:2 im erwarteten Rahmen. Gegen Berlin konnten sie sich dann aber mit 2:0 durchsetzen und belegten somit den 3. Gruppenplatz. Bamberg hatte Berlin zuvor schon mit 10:0 geschlagen. Im letzten Spiel des Tages trafen die Franken auf den DUC Köln. Lange fanden sie kein Mittel gegen deren Abwehr, bis Mitte der ersten Hälfte H. Hofmann allein mit dem Torwart war und kurzen Prozess machte. Köln verteidigte weiter gut, lediglich Weißenberger konnte in der zweiten Halbzeit noch auf 2:0 erhöhen.

Endrunde

Bemerkenswert ist, dass der SV Rheine nach dem starken Unentschieden gegen Krefeld extrem nachgelassen und nur noch gegen Hamburg gewonnen hat. Am Ende trafen sie im Spiel um Platz 7 nochmal auf die Hanseaten und da reichte es nur noch zu einem 2:0-Sieg. Trainer Jens Lohaus bemängelte die schlechte Trainingssituation in Rheine: „Die DM ist in diesem Jahr sehr spät, und seit die Freibäder offen haben (Anfang Mai; Red.), haben wir nur noch eine Trainingszeit mit 45 Minuten.“
Hoffen wir, das diese junge Mannschaft das schlechte Abschneiden schnell verdaut und sich für die nächste Saison wieder aufrappelt.

Das Spiel um Platz 5 war ebenfalls auf Augenhöhe. München und Berlin trennten sich 2:1.

Halbfinale

Im ersten Halbfinale nahm der Tauchclub den Gastgebern aus Krefeld schnell den Wind aus den Segeln. Bereits nach zwei Minuten fiel das erste Tor, am Ende stand es 4:0 für den Titelverteidiger. Der TSV Malsch hatte im zweiten Halbfinale ebenfalls wenig Probleme mit dem DUC Köln. Bereits nach kurzer Zeit stand es 2:0, ab da verwalteten die Badenser den Vorsprung effizient um Kräfte für das Finale zu sparen.

Finale

Das Finale war also wieder eine Neuauflage des Klassikers Bamberg – Malsch. Sechsmal waren sich diese Mannschaften schon im Finale gegenüber gestanden, sechsmal war der Tauchclub – oft sehr knapp – als Sieger hervorgegangen. Diesmal gelang den Franken ein guter Start in das Match, sie waren die meiste Zeit die spielbestimmende Mannschaft. Doch nach wenigen Minuten gab es eine Unterbrechung nachdem sich ein Malscher Spieler an der Schulter verletzt hatte. Schon 2013 hatte eine längere Unterbrechung die Bamberger aus dem Tritt gebracht. Doch diesmal renkte ihr Trainer Lukas Tadda die Schulter des gegnerischen Spielers kurzerhand wieder ein, nach dessen Auswechslung konnte das Spiel direkt fortgesetzt werden. Malsch hatte nur selten längeren Ballbesitz und war im Angriff zu zahm um die Bamberger Verteidigung ernsthaft zu testen. Doch auch die Offensive der Domstädter konnte wenig Akzente setzen. Erst 22 Sekunden vor Schluss erzielte L. Tadda das Siegtor. Die aufgebrachten Malscher reklamierten zwar Schieben am Korb ohne Ball, doch auch die Videoanalyse nach Spielende konnte den Vorwurf weder bestätigen noch ausräumen.

Bamberg hat sich damit ein weiteres Mal denkbar knapp im Finale durchgesetzt und den neunten Meistertitel in Folge geholt. Der Allzeit-Rekord des FS Duisburg (10 Meisterschaften insgesamt) ist nun zum greifen nahe. Aber bis dahin steht erstmal wieder der Champions Cup Ende November an.

Die Deutsche Meisterschaft wurde wieder per Live-Stream auf der VDST-Webseite übertragen. Zuschauer aus der ganzen Welt sahen sich die kommentierten Spiele an. Leider wurden sie nicht aufgezeichnet, so dass man sie im Gegensatz zu den letzten Jahren nicht nochmal anschauen kann. Auch den Mannschaften stehen sie zur Videoanalyse nicht zur Verfügung.

Die Meisterschaft war hervorragend organisiert, hier nochmal ein Dank an alle, die zu ihrem Gelingen beigetragen haben. Die Stadt Krefeld hat außerdem bereits ihre Unterstützung für eine DM 2017 in Krefeld ausgedrückt, wenn das Schwimmbad Jubiläum hat. Das wäre für den DUC eine gute Gelegenheit, sich und unseren Sport wirksam zu präsentieren – und nebenbei wieder eine gute DM.

Endstand der 44. UWR DM

  1. TC Bamberg
  2. TSV Malsch
  3. DUC Krefeld
  4. DUC Köln
  5. STC München
  6. TC Berlin
  7. SV Rheine
  8. DUC Hamburg
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