uwr1.de/forum

UWR Forum » Liga und Turniere

Tagesberichte CMAS Underwaterrugby World Cup for Juniors 2018 in Oberhausen (4 Beiträge)

  1. Rocky
    Mitglied
    14 Beiträge

    CMAS Underwaterrugby World Cup for Juniors 2018
    in Oberhausen, Germany

    15.11.2018 Tag 2 Die Spiele starten

    Um 9 Uhr war der große Moment endlich gekommen. Das erste offizielle Spiel des CMAS Underwaterrugby World Cup for Juniors 2018 zwischen Deutschland und der Tschechischen Republik wurde angehupt. Die Deutschen übernahmen von Beginn an die Initiative und erzielten das erste Tor durch einen von Nummer 20 Kapitän Philip Kreisig sicher verwandeltem Strafwurf, nachdem sich ein Tschechen Spieler im eigenen Tor verkeilt hatte. Im weiteren Verlauf erzielte Deutschland noch 27 Tore, bis es am Ende 28:0 stand. Allerdings muss an dieser Stelle erwähnt werden, dass die Tschechen die deutlich jüngste Mannschaft des Turniers stellen und auch lediglich mit 9 Spieler anreisen konnten. Die deutschen Tore wurden wie folgt erzielt:
    Nummer 20 Philip Kreißig: 1:0, 5:0, 20:0, 28:0
    Nummer 9 Lucas Meskes: 2:0
    Nummer 5 David Kreißig: 3:0
    Nummer 33 Max Kieth: 4:0, 12:0
    Nummer 41 Julian Scheffczyk: 6:0, 13:0
    Nummer 14 Carl Willem Höhle: 7:0
    Nummer 6 Leon Pfau: 8:0
    Nummer 8 Jannick Graf: 9:0, 23:0
    Nummer 10 Frank Hilmann: 10:0, 11:0, 14:0, 21:0, 27:0
    Nummer 3 Aaron Wessendorf: 15:0
    Nummer 98 Tim Stolle: 16:0, 17:0
    Nummer 30 David Scheffczyk: 18:0, 25:0
    Nummer 42 Lukas Mardak: 19:0
    Nummer 45 Felix Lenz: 22:0, 26:0
    Nummer 1 Sören Musmann: 24:0

    Im zweiten Spiel des Tages kam es zu einem skandinavischen Kräftemessen zwischen Norwegen und Schweden. Früh gelang es den Schweden die favorisierten Norweger zu überraschen und den Ball durch ihre Nummer 14 Robert Sjöberg im Korb zu versenken. Erst tief in der zweiten Halbzeit gelang den Norwegern durch Otto Skare (Nummer 12) der mittlerweile verdiente Ausgleich. Mit 08:43 Minuten verbleibende Spielzeit übernahm Norwegen durch ein Tor von Endre Grastveit (Nummer 11) erstmalig die Führung. Schweden war allerdings nicht bereit, sich in sein Schicksal zu ergeben. Sie verteidigten ihren Korb mit vollem Einsatz. Mit noch 2 Minuten auf der Uhr gelang es jedoch den wild angreifenden Norwegern die Schwedische Verteidigung zu durchbrechen: 3-1 Norwegen durch ein Tor von Lars Gjermestad (Nummer 14). Die Schweden zollten ihrem kraftraubenden Verteidigungsspiel Tribut und unterlagen nach Toren von Adrian Vinje (Nummer 8) und Even Sovik (Nummer 6) schließlich 5-1.

    Es folgte das Auftaktspiel der Damen: Gastgeber Deutschland und die favorisierten Norwegerinnen gingen ins Becken. Deutschland übernahm früh die Führung aufgrund eines mustergültig gespielten Konters, den Carina Bethke (Nummer 17) vollstreckte. Damit hatte niemand gerechnet. In der ersten Halbzeit versäumten die Deutschen es ihre Führung auszubauen. Zum Beginn der zweiten Halbzeit wurde es den Zuschauern, die die Leinwände in der Cafeteria belagerten klar, dass die Norwegerinnen nicht bereit waren, den Deutschen auch die zweite Halbzeit zu überlassen. Die Weltmeisterschaft hatte ihr erstes Spiel der Kategorie „nervenraubend“. Angriff über Angriff tauchten die Norwegerinnen vor dem Deutschen Tor. Früh in der zweiten Halbzeit verloren die Deutschen Nell Voigt (Nummer 18) aufgrund einer Verletzung. Sie wurde durch Emma Karren (Nummer 16) ersetzt, die, obwohl sie erst vor 18 Monaten mit dem Spiel begonnen hatte, ein hervorragendes Spiel machte. Die Deutsche Verteidigung wackelte, aber während die Uhr erbarmungslos runterlief, wurde klar: Sie würde allerdings nicht brechen. Die WM hatte ihre erste kleine Überraschung: Deutschland 1 Norwegen 0.

    Es folgte das erste Rundenspiel der Türken gegen die Kolumbianer. Erneut wurden die Zuschauer mit Unterwasserrugby auf allerhöchstem Niveau unterhalten. Den Türken gelang es spät in der ersten Halbzeit den Ball zum 1-0 zu versenken. Die türkische Nummer 7 Kerem Demir erzielte den Treffer. Die beiden Mannschaften setzt das Spiel, trotz der türkischen Führung auf Augenhöhe fort. In der zweiten Hälfte gelange es den Kolumbianern mehr und mehr das Spiel unter Kontrolle zu bringen. Die dauernden Angriffsbemühungen wurden mit noch 9:47 Minuten auf der Spieluhr belohnt: Juan Laverde (Nummer 99) erzielte den Ausgleich. Das Spiel blieb spannend und wechselte hin und her, allerdings gelang es keiner Mannschaft mehr in der verbleibenden Spielzeit noch zwingenden Torchancen herauszuarbeiten. Nach 30 Minuten echter Spielzeit endete das Aufeinandertreffen 1-1.

    Im fünften Spiel kam es zu einem erneuten Skandinavischen Klassiker: Dänemark gegen Finnland. In den Reihen der Finnen spielte mit der erst 15jährigen Hilla Savolainen ein weiteres Mädel in den Reihen der Jungs. In der Mitte der ersten Halbzeit übernahmen die Dänen durch ein Tor ihrer Nummer 5 Jonathan Henriksen die Führung. 2 Sekunden vor Halbzeit, waren die Mannschaften gedanklich bereits in der Pause, alle, außer Jonathan Henriksen der mit dem 2-0 das zweite Tor für Dänemark erzielte. Tief in der zweiten Halbzeit gelang es Dänemark die Führung weiter auszubauen. Dänemarks Nummer 7 Marius Gronlund erzielte das 3-0 und das 4-0. Jonathan Henriksen erzielte noch das 5-0. Allerdings blieb das letzte Tor des Tages den Finnen vorbehalten: Jussi Vierula, Finnlands Nummer 3, erzielte mit dem 5-1 das erste Tor für Finnland auf dieser WM.

    Im sechsten Spiel des Tages trafen die Kolumbianerinnen auf die Schwedinnen. Beide Mannschaften verwöhnten ihr Publikum mit einem Spiel, welches hin und her wog und viel Torraumsituationen produzierte. Lange sah es nach einem torlosen Unentschieden aus. Mit nur noch 5 Sekunden auf der Uhr gelang es schließlich Leidy Arias (Nummer 61) das 1-0 zu erzielen. Die Kolumbianerinnen hatten ihren ersten Sieg errungen.

    Norwegen gegen die Tschechische Republik hieß die nächste Partie. Nachdem das junge Tschechische Team bereits gegen die Deutschen mächtig unter die Räder gekommen war, sollte es gegen die Nordmänner noch schlimmer werden. Am Ende hieß es 43-0 für Norwegen. Allerdings flogen den tapfer kämpfenden Tschechen die Herzen der zahlreichen Zuschauer zu. Die Leistung des jungen tschechischen Teams kann nicht hoch genug eingestuft werden. Die Tore für Norwegen:

    Nummer 12 Otto Skare: 1-0, 16:0, 25:0, 26:0, 27:0, 29:0, 32:0, 34:0, 43:0
    Nummer 11 Endre Grastveit: 2:0, 5:0,8:0
    Nummer 4 Andre Kalvo: 3:0, 4:0, 12:0, 20:0, 33:0, 37:0
    Nummer 14 Lars Gjermestad: 6:0, 14:0
    Nummer 7 Matias Barsten: 7:0, 19:0, 21:0
    Nummer 6 Hendrik Nesdal: 8:0, 9:0, 18:0, 30:0
    Nummer 2 Jesper Haslund: 10:0
    Nummer 5 Even Sovik: 11:0, 13:0, 15:0, 22:0, 35:0
    Nummer 10 Anders Nodland: 17:0, 36:0, 42:0
    Nummer 18 Oscar Wiik: 23:0, 24:0, 41:0
    Nummer 8 Albert Lokkevol: 28:0, 31:0
    Nummer 9 Adrian Vinje: 38:0, 39:0
    Nummer 1 Sondre Jakobsen: 40:0

    Im achten Spiel stiegen erneut die Deutschen ins Becken. Der Gegner diesmal: Die Schwedische Herren U21 Nationalmannschaft. Die Deutschen brachten einen souveränen Sieg aus ihrem ersten Match gegen die Tschechen mit, während die Schweden das Spiel aufgrund ihrer Niederlage gegen Norwegen eigentlich gewinnen mussten, wenn sie noch um den Gruppensieg mitspielen wollten. Die Deutschen dominierten das Spiel allerdings von Beginn an. Knapp 2 Minuten nach dem Anhupen gelangten die Deutschen durch mustergültiges Forechecking in Ballbesitz. Der Ball fand sich schließlich in den Armen von Deutschlands Nummer 14 Carl Willem Höhle wieder, dem es gelang den Schwedischen Torwart vom Korb zu heben und das 1-0 für Deutschland zu erzielen. Deutschland gewann schließlich 11-0 und würde somit am nächsten Tag gegen Norwegen um den Gruppensieg spielen. Die Deutschen Tore:

    Nummer 14 Carl Willem Höhle: 1:0
    Nummer 20 Philip Kreißig: 3:0, 4:0, 7:0, 11:0
    Nummer 9 Lucas Meskes: 8:0
    Nummer 33 Max Kieth: 9:0
    Nummer 41 Julian Scheffczyk: 2:0
    Nummer 8 Jannick Graf: 6:0
    Nummer 98 Tim Stolle: 7:0, 10:0
    Nummer 45 Felix Lenz: 5:0

    Die beiden abschließenden Spiele blieben den Damen vorbehalten:

    Zunächst standen sich die Norwegerinnen und die Türkinnen gegenüber. Mitte der ersten Halbzeit setzten die Türkinnen ihre Gegnerinne massiv unter Druck und nach vielen Versuchen die Torfrau von Oben vom Korb zu heben, war es schließlich ein Wechselfehler auf dem Korb der Norwegerinnen, der es der Türkischen Nummer 1 Evrim Özsoy möglich den Ball zum 1-0 im Korb zu versenken. Die Türkinnen blieben während des Weiteren Spielverlaufes dominant und besiegten Norwegen schließlich mit 6-0 aufgrund der nachfolgenden Tore:

    Nummer 1 Evrim Özsoy: 1:0, 4:0
    Nummer 10 Zelal Kaya: 2:0, 5:0, 6:0
    Nummer 7 Fatma Yurday: 3:0

    Die Deutschen Herren hatten den Tag eröffneten, die Damen beendet ihn mit ihrem zweiten Spiel gegen die Schwedinnen. Deutschland hatte Norwegen in einem sehr engen Spiel ein wenig glücklich mit 1-0 besiegt, während die Schwedinnen erst in aller letzter Sekunde gegen die Kolumbianerinnen verloren hatte. Es waren daher die Schwedinnen, die den Sieg dringender brauchten. Folgerichtig gewann Schweden auch das Anschwimmen, verlor den Ball allerdings an die Deutsche Verteidigung. Diese konnte die Balleroberung in einen schnell gespielten Konter ummünzen. Die Strategie auf schnelle Konter zu setzten, führte erneut zum Erfolg. Nummer 21 Dana Bundesmann gelang es, die Schwedische Torfrau von Oben zu überwinden und das Deutsche 1-o zu erzielen. Die Deutschen hielten an dieser Strategie fest: Balleroberung in schnelle Konter umwandeln. Erfolg stellte sich erneut ein, wenn Deutschlands Nummer 4 Anna-Christina Olt das 2-0 aufgrund einer schnellen Balleroberung im Mittelfeld. Das Deutschland allerdings auch in der Lage ist, ein Spiel vor dem gegnerischen Korb aufzuziehen, zeigte Tor Nummer 3: Nachdem die Deutschen den Ball vor dem Korb der Schwedinnen hatten kreisen lassen, war es erneut Anna-Christina Olt die zum 3:0 versenkte. Nachdem ein Strafwurf den Tag eröffnete, wurde er auch durch einen beendet. Deutschlands Nummer 77 Leonie Schäfle trat zum 45 Sekunden dauernden 1 zu 1 Duell an und hatte richtig Probleme mit der Schwedischen Torfrau. Leonie Schäfle war gezwungen aufzutauchen, um mit 16 Sekunden auf der Strafwurfuhr einen neuen Versuch zu starten. Mit frischer Luft in den Lungen gelang Leonie Schäfle schließlich die Schwedische Torfrau vom Korb zu ziehen. Deutschland 4 Schweden 0.

    * * *

    vor 3 Wochen veröffentlicht # Antworten
  2. Rocky
    Mitglied
    14 Beiträge

    CMAS Underwaterrugby World Cup for Juniors 2018
    in Oberhausen, Germany

    16.11.2018 Tag 3 Erste Entscheidungen

    Im ersten Freitagspiel trafen die Kolumbianerinnen auf die Türkinnen. Beide Mannschaften kamen ungeschlagen aus dem ersten Tag. Die Zuschauer sahen ein Spiel zwei ebenbürtiger Mannschaften, indem es in der ersten Halbzeit keiner von beiden gelang ein Tor zu erzielen. Mit Beginn der zweiten Halbzeit gelang es den Türkinnen sich leichte Vorteile zu erarbeiten. Mitte der zweiten Halbzeit gelang es Deniz Enginler (Nummer 8) das 1-0 für die Türkinnen zu erzielen. Die Führung der Türkinnen beantworteten die Kolumbianerinnen mit wütenden Angriffen auf den gegnerischen Korb, allerdings gelang es den Damen nicht, den Ausgleich zu erzielen. Deniz Enginlers erwies sich als spielentscheidend.

    Im 12. Spiel des Turniers trafen zwei Nachbarn aufeinander: Norwegen und Schweden. Beide Damenmannschafteten warteten noch auf ihren ersten Sieg in diesem Turnier. Nach 15 Minuten endete die erste Halbzeit torlos 0:0. Die Norwegerinnen erwischten den besseren Start in die zweite Halbzeit und gingen durch ein Tor von Nummer 11 Ylva Lyssand mit 13:52 Minuten, die es noch zu spielen galt, in Führung. Norwegen beherrschte das Spiel weiterhin und Norwegens Nummer 1 Andrea Lintorp und Nummer 9 Ranghild Skare erzielten die Treffer 2 und 3. Der Schwedische Anschlusstreffer durch die Spielerin mit der Nummer 6 Caroline Janrik kam mit nur noch 2:34 Minuten auf der Uhr zu spät, um dem Spiel noch eine Wende zu geben. Die Norwegerinnen gewannen mit 3-1 gegen Schweden.

    Im Spiel der Dänen gegen die Türken trafen zwei der der ungeschlagenen Teams der Gruppe A aufeinander. Die Türken, die im ersten Spiel der WM 1-1 gegen Kolumbien gespielt hatten, mussten für den Gruppensieg die Dänen schlagen. Den Dänen reichte, nachdem 4-1 gegen Finnland am Vortag ein Unentschieden. Die Türken ließen allerdings von Beginn an keine Zweifel aufkommen, dass sie unbedingt den Sieg wollten. Nachdem in der ersten Hälfte 2:30 Minuten gespielt waren, erzielte die Türkische Nummer 2 Samet Ayberk Sayin das erste Tor des Spiels. Trotz des Treffers von Kerem Demir (Nummer 7) zum 2:0, gelang es den Dänen ein wenig Kontrolle über das Spiel zu gewinnen. Die Dänischen Versuche den Anschlusstreffer zu erzielen, erhielten jedoch durch den türkischen Treffer zum 3-0 durch Nummer 12 Berkan Mert Sürücüoglu einen herben Dämpfer. Wenige Sekunden vor der Halbzeit entschieden Samet Ayberk Sayin und Berkan Mert Sürücüoglu mit ihren Treffern zum 4- bzw. 5-0 das Spiel frühzeitig für ihre Mannschaft. Obwohl es den Dänen gelang, das Spiel in der zweiten Halbzeit für die ersten 10 Minuten zu kontrollieren, waren es erneut die Türken, die trafen. Ahmet Baha Bayrakci, die Türkische Nummer 13 und Kerem Demir versenkten die Salzwasserkugel zum Endstand von 7-0 für die Türkei.

    Die Kolumbianer, die am Vortrag Unentschieden gegen die Türkei gespielt hatten, und die Finnen waren die nächsten Mannschaften die abtauchten. Um die Turnierhoffnungen aufrechtzuerhalten, brauchten beide Mannschaften einen Sieg. Von Beginn an machten es die Kolumbianer deutlich, dass sie nicht umsonst mehr als 9.000 km gereist waren. 2:30 Minuten nach Anhupen, versenkte Kolumbiens Nummer 99 Juan Laverde den Ball zum 1-0. Weitere 90 Sekunden erzielte Daniel Gonzalez, (Nummer 98) das 2-0. Kolumbien dominierte das Spiel und besiegte die tapferen Finnen schließlich mit 28:0. Die Tore für Kolumbien:

    Nummer 99 Juan Laverde: 1-0, 6-0, 8-0, 9-0, 13-0, 15-0
    Nummer 98 Daniel Gonzalez: 2-0, 11-0, 22-0
    Nummer 65 Nicolas Fonseca: 3-0
    Nummer 21 Juan Acosta: 4-0, 7-0, 10-0, 16-0, 24-0
    Nummer 23 Alejandro Marin: 12-0
    Nummer 2 Tomas Galeano: 14-0, 23-0
    Nummer 9 Bryan Parra: 17-0, 25-0
    Nummer 88 Anderson Gomez: 26-0
    Nummer 3 Manuel Sandoval: 27-0
    Nummer 19 David Ramires: 28-0

    Um 13 Uhr traten die Damen erneut in den Mittelpunkt. Das Kontinentalduell zwischen Kolumbien und Norwegen stand auf dem Spielplan Die Kolumbianerinnen, die offensichtlich durch das Spiel ihrer männlichen Mannschaftskameraden motiviert waren, übernahmen mit dem Anschwimmen das Kommando in dem Spiel und drückten schwer gegen den Norwegischen Korb. Allerdings brauchten die Kolumbianerinnen bis tief in die zweite Halbzeit um die Norwegische Verteidigung schließlich zu knacken: Valentina Lopez (Nummer 5) versenkte das 1-0. Allerdings waren die Norwegerinnen nicht bereit, eine Niederlage zu akzeptieren. Norwegens Nummer 10 Susanne Edvardsen schlug zurück und erzielt mit noch 3:33 Minuten auf der Uhr den Ausgleich. Die Zuschauer sahen ein hochklassiges Spiel zwischen gleichwertigen Mannschaften. Kolumbiens Nummer 15 Margarita Garcia nahm kurz vor dem Ende sowohl ihr Herz als auch den Ball in beide Hände und erzielte das zweite Tor für Kolumbien. Mit der Uhr als zusätzlichem Gegner, versuchten die Norwegerinnen alles, um den erneuten Ausgleich zu erzielen, leider ohne Erfolg. Es waren die Kolumbianerinnen, die den Sieg in dem bisher besten Spiel der WM davontrugen.

    Die Zuschauer waren sich sicher, dass dieses Spiel nicht zu toppen war. Allerdings wussten sie nicht, was die Damenmannschaften aus der Türkei und Deutschland für sie in Petto hatten. Die Türkinnen nutzen Geschwindigkeit als ihre vorrangigste Waffe, eine Strategie, die am Vortag hervorragend für die Deutschen funktioniert hatte. Als sie feststellten mussten, dass den Deutschen mit Geschwindigkeit alleine nicht beizukommen war, wechselten sie ihre Strategie und nagelten die Deutschen an deren Korb fest. Keine der beiden Mannschaften gelang es jedoch, aus den wenigen Fehlern der anderen Mannschaft Kapital zu schlagen. Es blieb daher bei einem gerechten 0-0 und die Zuschauer wurden mit einem weiteren hochklassigen Spiel verwöhnt, obwohl keine Tore fielen.

    Die beiden Mannschaften des nächsten Spiels, Schweden und die Tschechische Republik, warteten noch auf ihren ersten Sieg in der WM. Bereits früh im Spiel wurde es deutlich, dass es die Nordeuropäern sein werden, die ihren ersten Sieg einfahren können. Die Schweden setzten sich am Ende mit 23:0 gegen die Tscheschen durch. Allerdings sollte nicht vergessen werden, dass die Tscheschen mit der jüngsten Mannschaft angereist waren und sie sicherlich ein Team sein werden, dass es in Zukunft zu beachten gilt. Die Tore für Schweden_

    Nummer 5 Anton Sagström: 1-0, 14 -0, 16-0
    Nummer 12 Simon Olsson: 2-0
    Nummer 99 Filip Eriksson: 3-0, 7-0, 11-0
    Nummer 14 Robert Sjöberg: 4-0, 19-0, 21-0
    Nummer 6 Adam Widing: 5-0, 13-0
    Nummer 1 Odd Holmberg: 6-0, 8-0
    Nummer 2 Felix Akenäs: 9-0,18-0
    Nummer 7 Lowe Magnusson: 10-0, 15-0
    Nummer 10 Samuel Garheden: 12-0
    Nummer 89 Anton Lindström: 17-0
    Nummer 11 Rasmus Olsson: 20-0
    Nummer 13 Hugo Hempel: 22-0
    Nummer 98 Filip de Rooy: 23-0

    In der Herrengruppe B kam es zwischen Norwegen und Deutschland im Duell der Titanen zum Kampf um den Gruppensieg. Während die Deutschen aufgrund der schlechteren Tordifferenz einen Sieg brauchten, reichte den Norwegern ein Unentschieden zum Gruppensieg. Mit Beginn an machten die Deutschen allerdings klar, dass nicht nur die Nordsee, sondern auch das Hallenbad Oberhausen ein „Mare Germanicum“ sind. Mit Anhupen begannen die Deutschen Angriffe auf das Tor der Norweger. Die Norweger verteidigten ihren Korb verbissen. Mitte der zweiten Halbzeit übernahm Mannschaftskapitän Philip Kreißig (Nummer 20) die Verantwortung und überwand den Norwegischen Torwart zum 1-0. Das Tor hätte dem Deutschen Spiel mehr Sicherheit geben sollen, was allerdings nicht der Fall war. Es oblag daher erneut Kapitän Philip Kreißig für Ruhe zu sorgen, indem er das 2-0 erzielte. Dieses Tor verlieh dem deutschen Spiel Sicherheit und Stabilität. In der zweiten Halbzeit dominierten die Deutschen dann das Spiel und bauten ihre Führung durch Tore von Max Kieth (Nummer 33). Den Schlusspunkt setzte erneut Kapitän Philip Kreißig. Deutschland schlug Norwegen 4-0 und sicherte sich den Gruppensieg in Gruppe B.

    Der Sieg in Gruppe A wurde überkreuz entschieden. Die Türken brauchten gegen die Finnen einen hohen Sieg und mussten darauf hoffen, dass die Dänen im anschließenden Spiel den Kolumbianern den Sieg verweigern würden. Die Türken, die wussten was von ihnen erwartet wurde, starteten stark in das Spiel und gingen nach 30 Sekunden durch Sedat Bulut Cam (Nummer 4) in Führung. Die Türken dominierten weiter und konnten bereits eine Minute später das 2-0 durch ihre Nummer 10 Emrecan Argan verzeichnen. Am Ende hieß es 20-0 für die Türkei. Die Tore:

    Nummer 4 Sedat Bulut Cam: 1-0, 12-0, 20-0
    Nummer 10 Emrecan Argan: 2-0, 10-0, 17-0
    Nummer 12 Berkan Mert Sürücüoglu: 3-0, 7-0, 14-0, 16-0, 18-0
    Nummer 6 Emre Hasan Kara: 4-0, 6-0, 9-0, 15-0
    Nummer 7 Kerem Demir: 5-0
    Nummer 11 Görkem Özsoy: 8-0, 13-0
    Nummer 2 Samet Ayberk Sayin: 11-0, 19-0

    Trotz des hohen Sieges, lag das Schicksal der Türken in dänischer Hand. Allerdings waren die Kolumbianer nicht bereit, den Türken den Gefallen zu tun und die Dänen auf die leichte Schulter zu nehmen. Die Kolumbianer waren spielbestimmend und drückten die Dänen an ihren eigenen Korb. Kolumbiens Nummer 21 Juan Acosta´s erlöste seine Mannschaft mit dem Treffer zum 1-0. Unmittelbar vor Ende der ersten Halbzeit, erhöhte Nummer 99 Juan Laverde auf 2-0. Beide Mannschaften wechselten zur Halbzeit frische Kräfte ein. Mit den Treffern durch Nummer 65 Nicolas Fonseca und Nummer 23 Alejandro Marin zum 3- bzw. 4-0, waren es die Kolumbianer, die nicht nur den Sieg im Spiel, sondern auch den in der Gruppe A davontrugen.

    Die Abschlussgruppen:
    Gruppe A (final)
    Rank Team Goals Points
    1 Colombia 33 : 1 7
    2 Turkey 28 : 1 7
    3 Denmark 4 : 8 3
    4 Finland 1 : 52 0

    Gruppe B (final)
    Platz Mannschaft Tore Punkte
    1 Germany 43 : 0 9
    2 Norway 48 : 5 6
    3 Sweden 24:16 3
    4 Czech Republic 0 : 94 0

    Die abschließende Tabelle der Damen wird erst am Samstagmorgen feststehen. Die vorläufige Tabelle:
    Gruppe C (preliminary)
    Rank Team Goals Points
    1 Turkey 7 : 0 7
    2 Germany 5 : 0 7
    3 Colombia 3 : 2 6
    4 Norway 4 : 10 3
    5 Sweden 1 : 8 0
    * * *

    vor 3 Wochen veröffentlicht # Antworten
  3. Rocky
    Mitglied
    14 Beiträge

    CMAS Underwaterrugby World Cup for Juniors 2018
    in Oberhausen, Germany

    17.11.2018 Tag 4 Zwischenrunde und Halbfinals

    Der Tag begann mit den beiden noch fehlenden Spielen der Damengruppe C: Deutschland gegen Kolumbien und Türkei gegen Schweden. Das Spiel der Deutschen Damen gegen die Kolumbianerinnen waren spannungsgeladen. Keine der beiden Mannschaften konnte sich aus dem Spiel heraus Vorteile erarbeiten. Mitte der zweiten Halbzeit wurden den Deutschen ein Strafwurf zugesprochen. Zum Ende der Ausführungszeit sah die Kolumbianerin Margarita Garcia (Nummer 15), die ihren Korb während der gesamten 45 Sekunden unter Wasser tapfer verteidigt hatte, wie die sichere Siegerin aus. Die Schiedsrichter allerdings meinten einen Regelverstoß erkannt zu haben, indem die Kolumbianerin ihr Tor verließ ohne Kontrolle über den Ball zu haben. Eine nicht ganz unumstrittene Entscheidung. Bei der Wiederholung musste Deutschland Nummer 77 Leonie Schäfle einmal auftauchen, bevor es ihr gelang die Kolumbianerin zum 1-0 zu überwinden. Mit nur noch wenigen Sekunden auf der Uhr, blickten die Deutschen dem Sieg entgegen, als die Strafwurfhupe erneut ertönte und die Schiedsrichter Penalty für Kolumbien anzeigten. Kolumbiens Nummer 18 Valentina Rios übernahm Verantwortung und versenkte den Ball vorbei an der Deutschen Torfrau zum Endstand: Deutschland 1 Kolumbien 1.

    Im zweiten Spiel des Tags trafen die Türkinnen auf die Schwedinnen im letzten Gruppenspiel der Gruppe C. Da Deutschland Kolumbien nicht besiegen konnte, reicht den Türkinnen ein Unentschieden, um den Gruppensieg zu erringen. Am Ende sprang ein ungefährdeter 9-0 Sieg für die Türkischen Damen heraus. Die Tore für die Türkei:

    Nummer 3 Neclanur Cagan: 1-0, 3-0,
    Nummer 10 Zelal Kaya: 2-0
    Nummer 11 Nur Pelinsu Tekin: 4-0
    Nummer 5 Eda Yetsigin: 5-0
    Nummer 13 Bilgesu Tabakoglu: 6-0, 7-0, 8-0
    Nummer 7 Fatma Yurday: 9-0

    Spiel Nummer 23 war das erste Spiel der Ko-Phase. Dänemark und Norwegen traten zur “Schlacht um das Skagerrak” an. Das Spiel hielt, was seine historischen Vorgänger versprachen. Für zwei Halbzeiten lieferten sich zwei völlig gleichwertige Mannschaften einen offenen Schlagabtausch, ohne dass es einer Mannschaft gelang die Überhand zu gewinnen. Nach torlosen 30 Minuten ging es in die Sudden-Death Verlängerung. Das Bild für die Zuschauer verändert sich nicht, keiner Mannschaft gelang es sich entscheidend durchzusetzen. Mit noch 2:30 Minuten auf der Dauer, begannen die Zuschauer sich langsam auf das Strafwurfwerfen einzustellen, als die Dänen dann doch der “plötzliche Tod” ereilte. Der Treffer von Lars Gjermestad (Nummer 14) schickte die Norweger ins Halbfinale gegen Kolumbien und die Dänen in die Trostrunde gegen die Tschechische Republik.
    Im nächsten Spiel der Zwischenrunde standen sich die Türken und die Schweden gegenüber. Der Gewinner dieser Partie würde im Halbfinale gegen die Deutsche spielen, der Verlierer in der Trostrunde gegen die Finnen. Für 10 Minuten gelang es den Schweden das Spiel offen zu halten, bis Kerem Demir (Nummer 7) das 1-0 für die Türkei erzielte. Durch weitere Tore von Samet Ayberk Sayin (Nummer 2) und Mert Cege (Nummer 1) führte die Türkei 3-0 zur Halbzeit. Die Zuschauer hofften auf ein Schwedische Comeback in der zweiten Halbzeit. Es waren allerdings die Türken, die ihren Platz im Halbfinale buchten. Nach Sieben weiteren Toren stand es am Ende 10-0 für die Türkei. Die Türkischen Tore:

    Nummer 7 Kerem Demir: 1-0
    Nummer 2 2 Samet Ayberk Sayin: 2-0
    Nummer 1 Mert Cege: 3-0, 9-0
    Nummer 10 Emrecan Argan: 4-0, 5-0
    Nummer 12 Berkan Mert Sürücüoglu: 6-0, 7-0, 10-0
    Nummer 9 Berk Atasoy: 8-0

    Im Anschluss war es an der Zeit für die Damen in die Knock off Phase des Turniers einzusteigen. Im ersten Spiel der Zwischenrunde kam es zu einem weiteren “Nordklassiker”: Norwegen gegen Dänemark. Der Sieger würde im Halbfinale auf die Türken treffen, für den Verlierer wäre die Weltmeisterschaft zu Ende. Aufgrund der Ergebnisse vom Vortag, gingen die Norweger als Favoritinnen in das Spiel. Von Beginn an wurde deutlich, dass sie diese Erwartung erfüllen würden, am Schluss besiegten sie die Schweden 7-0 und schickten ihre Nachbarn vorzeitig nach Hause. Die Tore für Norwegen:

    Nummer 5 Elisabeth Ose: 1-0, 2-0
    Nummer 3 Emilie Saebo: 3-0
    Nummer 10 Susanne Edvardsen: 4-0
    Nummer 11 Ylva Lyssand: 5-0, 7-0
    Nummer 18 Kristine Strand: 6-0

    Im ersten Spiel der Trostrunde trafen die Dänen und die Tschechen aufeinander. Die Dänen hatte ihr Zwischenrundenspiel in der sudden-death Verlängerung kurz vor Schluss durch Golden Goal gegen Norwegen verloren. Aufgrund der Vorrundenergebnisse waren die Dänen haushoher Favorit gegen das junge Tschechische Team, obwohl sie ein Spiel mehr in den Knochen hatten. Der Gewinner würde am nächsten Tag um Platz 5, der Verlierer um Platz 7 spielen. Direkt nachdem Anhupen, machten die Dänen deutlich, dass sie mindestens Platz 5 auf diesem Turnier erreichen wollten. Die Treffer vielen früh in der ersten Halbzeit für Dänemark. Nach 2.45 Minuten Spielzeit erzielte Dänemarks Nummer 2 Tobias Schmidt das 1-0 für seine Mannschaft. 45 Sekunden später erhöhte Karl Primdahl (Nummer 6) auf 2-0. Am Ende dominierten die Dänen das junge Tschechische Team mit 20-0. Die Tore für Dänemark:

    Nummer 2 Tobias Schmidt: 1-0
    Nummer 6 Karl Primdahl: 2-0, 7-0
    Nummer 9 Lauriits Niebuhr: 3-0, 20-0
    Nummer 17 Oliver Skjoldborg: 4-0, 19-0
    Nummer 12 Emil Christensen: 5-0
    Nummer 14 Lucas Pedersen: 6-0
    Nummer 10 Victor Hansen: 8-0
    Nummer 3 Victor Lanng: 9-0
    Nummer 7 Marius Gronlund: 10-0
    Nummer 4 Emil Helholm: 11-0, 12-0
    Nummer 8 Jonas Lerdangaard: 13-0, 18-0
    Nummer 11 Soren Fogh: 14-0, 17-0
    Nummer 13 Gustav Larsen: 15-0
    Nummer 1 Palle Fogh: 16-0

    Nachfolgend wurde zwischen der Türkei und Norwegen das erste Halbfinale der WM ausgespielt. Von den traditionell starken Unterwasserrubgynationen hatten nur noch die Norweger Titelchancen. Die Frage war, ob sie die stark aufspielenden Türkinnen aufhalten können. Es waren wenig mehr als 4 Minuten in der ersten Halbzeit gespielt, als Fatma Yurday (Nummer 7) die Türkei mit 1-0 in Führung brachte. Das frühe Tor gab dem Türkischen Spiel Sicherheit. Die Türkei kontrollierte den Ball, während Norwegen versuchte irgendein ein Mittel gegen die gegnerischen Angriffe zu finden. Necula Cagan, die Nummer 3 der Türkinnen, erzielte 3.45 Minuten vor der Halbzeit des 2-0 für die Türkei. Nach der Pause versuchten die Norwegerinnen zurück ins Spiel zu finden, leider ohne Erfolg. Als Zelal Kaya (Nummer 10) den Ball zum 3-0 versenkte, war klar das die Türkinnen als erste Mannschaft in ein Finale einer Unterwasserrubyweltmeisterschaft für Juniorinnen einziehen würde.

    Deutschland und Kolumbien, die zwei Mannschaften, welche bereits im ersten Spiel des Tages auf einander getroffen waren, spielt den Türkischen Finalgegner aus und tatsächlich gelang es ihnen die Spannung und die Qualität des ersten Aufeinandertreffens noch einmal zu steigern. Die Deutschen Mädels erspielt sich zum Beginn der ersten Halbzeit eine leichte Überlegenheit über die kolumbianischen „Chicas“. Sie zogen einen schönen Kreis vor dem Korb der Kolumbianerinnen und zwangen diese zum ständigen Auf- und Abtauchen. Allerdings ließ das Deutsche Spiel einen zwingenden Zug zum Tor vermissen. Mit ca. 2:30 Minute verbleibender Spielzeit in der ersten Hälfte, kam die bis dahin beste Chance der Deutschen: Sie überraschend die Kolumbianerinnen mit einer Balleroberung im Mittelfeld und einem schnell gespielten Konter, so dass deren Korb für einige Sekunden unbesetzt war.

    Wäre die Deutsche Angreiferin nur den Bruchteil einer Sekunde schneller gewesen, wäre sie in der Lage gewesen den Ball zum 1-0 in den Korb zu versenken. Eine Führung die zu diesem Zeitpunkt des Spiels verdient gewesen wäre. Publikum und Experten waren sich einig: Das Spiel war sehr eng, mit einem kleinen Vorteil für Deutschland. Zum Beginn der zweiten Halbzeit erwischten die Kolumbianerinnen den besseren Start und kontrollierten Ball und Gegner besser als zu Beginn des Spiels. Hatten die Deutschen aus ihren Vorteilen in der ersten Hälfte kein Kapital schlagen können, gelang dies den Kolumbianerinnen aus ihren Vorteilen nun genauso wenig. Als noch ca. 4 Minuten in der zweiten Hälfte übrig waren, erhöhten die Deutschen den Druck und versuchten einen Strafwurf zu erzwingen. Die Hupe allerdings blieb stumm. Als der Sekundenzeiger der Uhr sich unaufhörlich auf die 0:00 zu bewegte, war keine Mannschaft bereit alles auf eine Karte zu setzen, vielmehr schien es so, als seine beide bereit für das Pokerspiel der „Sudden Death“ Overtime. Die ersten fünf Minuten der Verlängerung gehörten den Kolumbianerinnen. Es gelang ihnen allerdings nicht die Deutsche Abwehr zu knacken.

    Mit 9 verbleibenden Spielminuten hatten die Deutschen ein weitere Großchance ihr Finalticket zu lösen: Zwei Spielrinnen attackierten den Kolumbianischen Korb. Die Deutsche, die von der offenen Seite angriff war in der Lage die Torfrau vom Korb zu heben und den Ball Richtung Korb zu stoßen, dieser war jedoch nicht bereit in selbigen zu sinken: Kein Tor. 5 Minuten waren noch zu spielen, da „stahlen“ die Kolumbianerin vor der Ausführung eines Freiwurfs den Deutschen Korb. Allerdings fand der Ball nicht seinen Weg in die Hände der „Diebin“, sondern landet in den Armen der Deutschen Abwehr. In der letzten Minute der Verlängerung, waren es die Deutschen, die versuchten eine Entscheidung herbeizuführen, obwohl die Zuschauer in der Halle und im Livestream die Deutschen beim drohenden Strafwurfwerfen im Vorteil sahen. Nachdem dritten Klang der Hupe stand fest, dass die Weltmeisterschaft ihr erstes Strafwurfwerfen sehen würde. Die Deutschen würden zunächst verteidigen. 20 verbleibende Sekunden zeigte die Strafwurfuhr, da erzielt die Kolumbianische Kapitänin Daniela Sanchez (Nummer 6) das 1-0. Dana Bundesmann (Nummer 21) oblag es den Ausgleich zu versuchen. Die kolumbianische Torfrau verteidigte tapfer und 11 Sekunde vor dem Ende der Penaltyzeit gelang es hier den Ball aus den Armen von Dana Bundesmann zu reißen. Die kolumbianische Führung hatte gehalten. Das Angriffsrecht wechselt wieder nach Kolumbien. Nummer 73 Nazhly Ramirez fackelte nicht lange: Nach 10 Sekunden stand es 2:0. Der Druck lastet nun auf Carina Bethke (Nummer 17) Sie musste treffen, wollte sie die Deutschen Chancen auf ein Finale waren. Und ihre Nerven hielten: Ihr gelang es die Kolumbianerin vom Tor zu pflücken und den Anschlusstreffer zu erzielen. Nur noch 2-1. Aber die Deutschen steckten immer noch in Schwierigkeiten: Würde Margarita Garcia (Nummer 15), wäre es aus mit dem Finale. Margarita Garcia griff das Deutsche Tor von direkt von Oben kommend an. Ihr gelang es ein Knie zwischen den Rand des Korbes und der Torfrau zu platzieren. Ein Druck, die Lücke war da, der Ball im Korb und Kolumbien im Finale. Das Publikum in der Halle verfiel zunächst in Schweigen, um dann sowohl die Leistung der Deutschen als auch den Finaleinzug der Kolumbianerinnen zu würdigen.

    Im ersten Halbfinale der Herren standen sich die Norweger und die Kolumbianer gegenüber, welche der Finaleinzug der Damen offensichtlich beflügelt hatte. Insbesondere Juan Lavered (Nummer 99) wollte den Damen in nichts nachstehen und erzielte die Tore eins bis vier für Kolumbien, welches sich zur Mitte der zweiten Halbzeit einen komfortablen Vorsprung herausgespielt hatte. Mit noch 2 verbleibenden Minuten, war es Kolumbiens Teamkapitän Tomas Galena, der mit seinem Treffer den Sieg und damit den Finaleinzug der zweiten kolumbianischen Mannschaft endgültig sicherte. Es blieb allerdings dem Norweger Anders Nodland (Nummer 10) überlassen, das endgültige Ergebnis zu erzielen. Kolumbien zog mit 5-1 in das Finale der Herren ein. Welch großartiger Erfolg für dieses sympathische Land aus Süd-Amerika, dass mit seinen Gästen aus der ganzen Welt eine solche tolle Senioren Unterwasserrugby Weltmeisterschaft 2015 in Cali gefeiert hatte.

    Die letzte Entscheidung des Tags fiel in dem Spiel der Deutschen gegen die Türken. Würden die Türken oder die Gastgebernation Deutschland das Finale gegen Kolumbien spielen? Zuschauer und Experten waren sich einig, dieses Spiel zwischen Deutschland und der Türkei war überschrieben mit: Wen Giganten tanzen! Und was für ein Tanz es war! Von Anfang an versuchten die Deutschen, den türkischen Korb in überlegener Zahl anzugreifen. Ein Spieler sicherte den Ball, während sich das Team darauf vorbereitete gegen den Türkischen Korb zu stürmen. Fünf Minuten waren gespielt, als die Schiedsrichter eine 2-Minuten Mannschaftsstrafe gegen Türkei verhängten: Sieben Mann im Wasser. Ein türkischer Spieler kam auf die Strafbank und die Deutschen hatten zwei Minuten lang den Vorteil zahlenmäßiger Überlegenheit: Powerplay! Die Deutschen drängten und drängten gegen das türkische Tor.

    Als der türkische Torwart den Korb festhielt, um einen deutschen Angreifer abzuwehren, hupten die Schiedsrichter Strafwurf gegen die Türkei. Der deutsche Kapitän Philip Kreißig (Nummer 20) trat im 1 zu 1 Show-down gegen den türkischen Torwart Berkan Mert Sürücüoglu (Nummer 12) an. 15 Sekunden später, sah es so aussah, als würde Sürücüoglu die Kontrolle über den Ball erlangen und Philip Kreißig an die Oberfläche drängen. Aber Kreißig war nicht in der Stimmung aufzutauchen, wandte sich aus Sürücüoglus Griff heraus und drückte den Ball unter den Rand des Korbes: Deutschland führte mit 1: 0.

    Etwas mehr als eine Minute war vergangen, als den Deutschen in der türkischen Hälfte ein Freiwurf zugesprochen wurde. Nach der Ausführung landete der Ball jedoch in der Hand eines türkischen Spielers, dem es gelang die gesamte deutsche Verteidigung zu überraschen. Von Oben, von Vorne und von Unten erschienen drei Angreifer vor dem einsamen deutschen Torhüter. Nummer 7 Kerem Demir erzielte den Ausgleichstreffer für die Türkei.: 1-1.

    Die Türkei fing an, die Kontrolle über das Spiel zu gewinnen. Die Deutschen, deren Anhänger noch das 1-0 feierten, als der Ball zum Ausgleich versenkt wurden, mussten diesen Treffer schnell abschütteln. Kurz vor Halbzeit waren die Deutschen in der Lage in ihr Spiel zurück zu finden. Eine körperbetonte erste Hälfte sah zu Beginn eine dominierende deutsche Mannschaft, welche die Führung übernahm, diese aber leichtfertig verlor, als die Türken einen schweren Fehler des deutschen Mittelfelds ausnutzen konnten.

    Während der zweiten Hälfte des Spiels folgten die Deutschen wieder ihrer ursprünglichen Strategie: Das etablieren von Überzahlspiel vor dem gegnerischen Korb. So konnten sie das Spiel die meiste Zeit über vor dem türkischen Korb halten. Je näher das Spiel allerdings seinem Ende kam, um so mutiger wurden die Deutschen: Auch Einzelspieler fingen an, den türkischen Korb unter Druck zu setzen. Mit 3:48 Minuten verbleibender Spielzeit führte dies zum Erfolg: Die Deutschen erzwangen erneut einen Strafwurf, als der türkische Torhüter wiederum in den Korb griff. Kapitän Philip Kreisig übernahm zum wiederholt an diesem Tag die Verantwortung. Aber dieses Mal hielt er sich nicht mit Spielchen auf. Nach nur sechs Sekunden hatte er den Torhüter von seinem Korb gerissen und den Ball zum 2: 1 versenkt.

    Da die Spieluhr jetzt für die Deutschen tickte, erwarteten alle, dass die Türken auf volles Risiko gehen würden. Es waren jedoch die Deutschen, denen es gelang einen Kreis um das türkische Tor aufzuziehen und somit die Kontrolle über den Ball und die Uhr zu übernehmen. Forderte das zusätzliche Spiel, das die Türkei am Vormittag spielen musste, um das Halbfinale zu erreichen, nun seinen Tribut? In den letzten drei Minuten des Spiels kontrollierten die Türken den Ball lediglich für 20 Sekunden. Die Deutschen schirmten den Ball geschickt ab und stellten so sicher, dass die Uhr runter lief. Die Zuschauer im Pool zählten die letzten Sekunden für das ihre Mannschaft herunter: Deutschland 2 Türkei 1. Es werden nun die Deutschen sein, die Kolumbien im Finale zum Tanz bitten.

    * * *

    vor 3 Wochen veröffentlicht # Antworten
  4. Rocky
    Mitglied
    14 Beiträge

    CMAS Underwaterrugby World Cup for Juniors 2018
    in Oberhausen, Germany

    18.11.2018 Day 5 The Finals
    Der Finaltag war angebrochen in Oberhausen. Um 08:30 wurde des Spiel um Platz 7 zwischen Finnland und der Tschechischen Republik angehupt. Beide Mannschaften waren mit sehr jungen Spielern und gemischten Mannschaften angereist. Die Finne, in deren Reihen mit der erst 15jährigen Hilla Savolainen neben den beiden Tschechinnen Jana Zákostelecká (Nummer 8) und Jana Králová (Nummer 9), eins von drei Mädchen die mit den Jungs spielte, wurden Siebter. Sie schlugen die Tschechen 24-0.
    Das Spiel um Platz 5 bestritten die Dänen gegen die Schweden im Turnier der Herren. Die Dänen landeten nur aufgrund einer schmerzvollen Sudden-Death Niederlage gegen Norwegen am Tag zu vor und waren daher leicht favorisiert. Nichts destotrotz brauchten die Dänen fast 10 Minuten für den ersten Torerfolg. Die Dänische Nummer 7 Marius Gronlund erzielte den ersten Treffer für die „Dannebrog“-Mannschaft. Mit einer knappen Minute verbleibender Spielzeit in der ersten Halbzeit erzielte Tobias Schmidt (Nummer 2) das 2-0 für die Dänische Mannschaft. Nach der Halbzeit bauten die Dänen ihre Führung durch Tore von Nummer 14 Lucas Pedersen und noch einmal Tobias Schmidt auf 4-0 aus und entschieden das Spiel so für sich. Dänemark beendete das Turnier auf Platz 5, Schweden auf Platz 6.
    Um 10:45 Uhr wurde das erste Spiel um eine Medialle angehupt. Die Deutschen und die Norwegerinnen hatten schon im ersten Spiel für einen Thriller gesorgt, den die Deutschen mit 1-0 für sich entscheiden konnten. Die Norwegerinnen wirkten von Beginn an frischer als die Deutschen, denen noch der 45 Minuten Krimi gegen die Norwegerinnen vom Vortag in den Knochen steckte. Wie schon das erste Spiel, sollte auch dieses Zuschauern und Athleten Nerven kosten. Die Deutschen wollten ein weiteres Drama in der Verlängerung unbedingt vermeiden. 20 Sekunden vor Schluß bekammen sie die Chance dazu: Die Norwegische Torfrau hatte sich mit ihrer Schulter im Korb verkeilt und die Schiedsrichter hupten Strafwurf für Deutschland. Nummer 77 Leonie Schäfle übernahm die Aufgabe die Verlängerung für die Deutschen zu vermeiden. Den ersten Angriff konnte Norwegens Torfrau abwehren, Leonie Schäfle musste auftauchen. Mit frischer Luft tauchte Leonie erneut ab und schaffte es irgendwie den Ball an der Torfrau vorbeizuschmuggeln zur Deutschen Führung und zum Deutschen Sieg, da die Strafwurfuhr letztendlich auch die Spieluhr runterlaufen ließ.
    Im nächsten Spiel ginge es zwischen der Türkei und Norwegen um Bronze. Die Türken musste noch das physische Spiel und die schmerzvolle Niederlage gegen die Deutschen vom Vortrag abschütteln, weshalb man von den Norwegern am Anfang die Iniative erwartete. Zur Überraschung der Zuschauer und der Norwegern, waren es jedoch die Türken die bereits früh im Spiel durch ein Tor von Kerem Demir (Nummer 7) in Führung gingen. Nachdem die Norwegern den ersten Schock überwunden hatten, gelang es ihnen das Spiel etwas ausgeglichener zu gestalten. Zur Halbzeit stand es jedoch nach wie vor 1-0 für die Türken. In die Versuche der Norweger, zu Beginn der zweiten Halbzeit den Ausgleich zu erzielen, konnten die Türken ihre Führung weiter ausbauen. Berkan Mert Sürücüoglu (Nummer 12) erzielte das 2-0. 5 Minuten später erzielte die Türkei das 3-0 durch Samet Ayberk Sayin (Nummer 2).
    Kapp über 4 Minuten waren noch zu spielen, als Norwegen noch einmal Hoffnung fasste: Norwegens Nummer 14 Lars Gjermestad den Anschlusstreffer zum 3-1 erzielte. Die Norweger setzen jetzt alles auf eine Karte und ihre Bemühungen schienen belohnt zu werden, als sie den Ball im türkischen Tor unterbrachten. Dem Treffer wurde jedoch die Anerkennung verweigert. Der Schütze hatte sich am Tor festgehalten. So oblag es den Türken, denn Schlußpunkt durch Emrecan Argan (Nummer 10) zu setzen: Am Ende hieß es 4-1. Bronze ging an die Türkei.

    Zwei Spiele verblieben noch bei der ersten CMAS Unterwasserrugby Weltmeisterschaft für Junioren: Die Finalspiele im Wettbewerb der Damen und der Herren.

    Als erstes war es an den Damen, ins Becken zu steigen. Aufgrund der Ergebnisse der Halbfinale vom Vortag lautete die Partie: Türkei gegen Kolumbien. Das Match sah Mannschaften, die von ihrer Spielweise durchaus vergleichbar sind. Beide Teams setzten mehr auf Schnelligkeit als auf körperliche Überlegenheit. Von daher war es nur folgerichtig, dass es keiner Mannschaft wirklich gelang, sich Vorteile im Spielverlauf herauszuarbeiten. Folgerichtig hieß es nach 2 x 15 Minuten 0:0. Das Spiel ging in die Verlängerung. In der Verlängerung übernahmen die Türkinnen zunächst die Spielkontrolle und drückten gegen den Korb der Kolumbianerinnen. Es waren ca. 4 Minuten in der Verlängerung gespielt, als die türkische Spielerin Nr. 2 Ekin Kalaycioglu den Korb der Kolumbianerinnen von oben angriff und bei diesem Angriff nicht konsequent von ihrer Gegnerin gestört wurde. Der türkischen Angreiferin gelang es, sich durch eine geschickte Drehung unter die Torfrau der Kolumbianerin zu setzen und diese vom Tor zu hebeln und den Ball zum 1:0 in den Korb zu versenken. Das Spiel war aus, die Türkei hatte 1:0 gewonnen und als erstes Damenteam eine Unterwasserrugby Weltmeisterschaft für Junioren gewonnen.

    Es folgte das finale Spiel dieser ersten Weltmeisterschaft in Oberhausen: Das Finale im Wettbewerb der Herren Deutschland gegen Kolumbien. Beide Mannschaften hatten ihre Vorrundengruppe gewonnen, wobei sich die Kolumbianer in der Gruppe A dabei gegen die ebenfalls äußerst stark aufspielenden Türken durchsetzen konnten. Das mit Spannung erwartete Finale sahen sich über 350 Zuschauer live im Hallenbad Oberhausen an und es wurde von weiteren 1.000 Zuschauern weltweit im Livestream verfolgt. Während die Kolumbianer in erster Linie auf ihre Schnelligkeit setzen würden, war die große Frage des Finales, ob es den Deutschen gelingen würde, ihr Spiel aufzuziehen, in dem sie den Gegner mit Überzahlsituationen am eigenen Korb unter Druck setzen würden und so zu Fehlern zwingen könnten, die von den äußerst angriffsstarken Deutschen in Turbo umgemünzt werden. Das Spiel war zu Beginn der ersten Halbzeit völlig ausgeglichen. Beiden Mannschaften gelang es nicht, ihre Stärken umzusetzen, die Kolumbianer störten das deutschen Aufbauspiel früh und die Deutschen gaben den Kolumbianern keine Gelegenheit ihre Schnelligkeit auszuspielen. Die Zuschauer hatten den Eindruck, dass nicht sechs gegen sechs Spieler im Wasser waren, sondern eher zehn gegen zehn. Situationen, in denen einzelne Spieler unter Wasser ohne Anspielpartner war, waren Mangelware. Drei Minuten vor Ende der ersten Halbzeit wurde den Kolumbianern ein Freistoß im Mittelfeld gegen die deutsche Mannschaft zugesprochen. Die Situation schien bereinigt, als es den Deutschen gelang, den Ball zu erobern. Sie waren jedoch nicht in der Lage, ihn aus dem Mittelfeld heraus vor das kolumbianische Tor zu tragen. Den Kolumbianern gelang es, den Ball an der offenen deutschen Seite zu halten und ihren Topscorer Nr. 99 Juan Laverde in Szene zu setzen. Laverde überschwamm an der offenen Seite die deutsche Verteidigung und es gelang ihm, den Ball in die Lücke zwischen dem Kopf des Torhüters und den Korb zu stecken. Kurz vor Ende der ersten Halbzeit hieß es, Kolumbien 1 und Deutschland 0. Es war nun die Aufgabe des deutschen Teams in der zweiten Halbzeit alles daran zu setzen, diesen Rückstand aufzuholen, wobei sich in der Halbzeit das Spiel der Kolumbianer insbesondere durch äußerst aggressives For-checking ausgezeichnet hatte. Immer wieder gelang es ihnen, den deutschen Spielaufbau bereits früh im Mittelfeld zu stören. Offensichtlich hatte das kolumbianische Trainerteam seine Hausaufgabe wirklich gemacht und ihre Mannschaft eingeflößt, dass es den deutschen unter allen Umständen den Aufbau ihres dominanten Überzahlspieles vor dem kolumbianischen Tor versagen sollte. Mit großer Spannung wurde die zweite Halbzeit erwartet. Die Kolumbianer konnten zwar das Anschwimmen der zweiten Halbzeit für sich entscheiden, verloren den Ball jedoch früh aufgrund eines guten Freiwurfes an die Deutschen. Nach Ausführung des Freiwurfes gelang es den Deutschen, den kolumbianischen Korb anzugreifen und weitere Angreifer für die zweite und dritte Welle zu platzieren. Die Deutschen schienen das Spiel besser in den Griff zu bekommen. Mit 9 Minuten und 44 Sekunden in der zweiten Halbzeit noch zu spielen, hatten die Kolumbianer eine Großchance vor dem deutschen Tor ihre Führung auszubauen. Aufgrund eines Massengriffs hupten die Schiedsrichter Freiwurf für die deutsche Mannschaft. Der brachte jedoch nichts ein. Mit 3 Minuten Restspielzeit auf der Uhr hupten die Schiedsrichter Strafwurf gegen Kolumbien und griff in den Korb. Erneut war es Deutschlands Nr. 20 Teamkapitän Philipp Kreißig, der die Verantwortung übernahm und hoffte mit dem Ausgleich der deutschen Mannschaft zurück in Spiel zu bringen. Juan Laverde, der Topscorer der Kolumbianer, tauchte ab, um sein Tor zu verteidigen. In diesem „Kampf der Titanen“ gelang es zunächst Juan Laverde, den angreifenden Philipp Kreißig abzuwehren. Dieser sortierte sich knapp vor dem kolumbianischen Tor, ohne aufzutauchen, neu, griff erneut an, drückte den kolumbianischen Spieler gegen den Korb, griff über den Kopf an die Schulter, riss die Lücke auf und versenkte den Ball zum viel umjubelten Ausgleich für die deutsche Mannschaft: 1:1. Das Spiel war wieder völlig offen. Ausgehend vom Spielverlauf war nun eine weiter Overtime nicht unwahrscheinlich. Allerdings ließen es die Kolumbianer zu dieser nicht kommen. Mit 90 Sekunden verbleibender Spielzeit griffen die Kolumbianer das deutsche Tor mit aller Wucht an. Der Ball gelangte in die Hände von Kolumbiens Nr. 1 Juan Diaz, der von der offenen Seite kommend das deutsche Tor angriff. Der deutsche Verteidiger, der eigentlich gut in Position lag, erwartete offensichtlich einen Pass auf die geschlossene Seite und griff nicht energisch genug ein, Juan Diaz hatte jedoch andere Pläne, drückte den deutschen Verteidiger nach unten und schob den deutschen Torwart soweit vom Korb, dass er eine Lücke fand, in welcher er den Ball versenken konnte. Kolumbien führte in diesem Finale 2:1. Die Deutschen versuchten alles, in das Spiel zurückzufinden. Ein durchaus vielversprechender Angriff ca. 30 Sekunden vor Schluss wurde abgehupt: Freiwurf gegen Deutschland und damit Ballbesitz für Kolumbien mit noch 13 zu spielenden Sekunden auf der Uhr. Diese Chance durch Ballkontrolle die Uhr herunterzuspielen, würden sich die Kolumbianer nicht nehmen lassen. Das Endergebnis des Finales lautete 2:1 für Kolumbien. Die Kolumbianer gewannen die erste Weltmeisterschaft im Junioren-Unterwasserrugby. In einem Herzschlagfinale musste sich die starke deutsche Mannschaft mit der Silbermedaille zufriedengeben.

    Mit der abschließenden Medaillenzeremonie ging dann die erste Unterwasserrugby Juniorenweltmeisterschaft in Oberhausen zu Ende. Über vier Tage konnten wir fantastische Spiele auf extrem hohem Niveau beobachten. Die Organisation war hervorragend. Livestream und Livestream-Kommentar auf allerhöchstem Niveau. Diese Veranstaltung war wirklich Werbung für den Unterwasserrugby-Sport. Athletinnen und Athleten sowie Zuschauer, Experten und Kommentatoren freuen sich bereits jetzt auf die Unterwasserrugby Weltmeisterschaft der Senioren vom 25.07. bis 03.08.2019 im österreichischen Graz.

    * * *

    vor 2 Wochen veröffentlicht # Antworten

Antwort

Sie müssen angemeldet sein, um einen Beitrag schreiben zu können.

Noch keine Schlagwörter.

RSS feed for this topic

Copyright © 2008 - 2018 Hannes HofmannKontakt, Impressum, Datenschutz, Haftungsausschluss