Servus Martin
das ist das Ehrenamt - so funktioniert das System und auch du als Sportler hast schon vom Ehrenamt profitiert.
Die Frage dabei ist nicht der Betrag der Entlohnung, sondern was man gesellschaftlich bereit ist zurück zu geben.
Das Geld ein Motivator sein soll, kann ich nicht nachvollziehen. Die wenigsten von uns haben das Glück wirklich erfüllende Jobs zu haben. Nicht selten besteht der Alltag aus sinnlosem Pendeln, wertlosen Excel Tabellen und unbedeutenden Meetings. Meist sogar gefangen in einer Management- Ebene ohne wirklichen Impact und Einfluss auf das Große- Ganze.
Das Ehrenamt bietet hier eine wirklich sinnige Ergänzung. Was du anpackst, zeigt Wirkung. Und sobald du damit aufhörst, merkt jeder direkt, wie wichtig dein Tun ist.
Sport ohne Ehrenamt funktioniert nicht. Selbst der Profisport funktioniert nur mit Ehrenamt - selbst dort wo ganz viel Geld im Spiel ist (siehe Fussball EM Deutschland mit rund 16.000 Helfern).
Ich hab für zwei amerikanische Firmen gearbeitet und kann das mit den Nebentätigkeiten nicht bestätigen - das richtet sich ausschließlich um gewerbliche Tätigkeiten, die in direkter Konkurrenz stehen.
Bei Nike beispielsweise darfst du parallel als Fotograf Geld verdienen, dir aber nicht eine eigene Sportmarke aufbauen und beispielsweise in deinem Nike Händler Netzwerk versuchen zu platzieren - was auch Sinn macht.
Tatsächlich erinnere ich mich, dass bei Nike jeder aus dem Sport kam und irgendwie auch noch im Sport aktiv war.
Ob als Trainer, Schiedsrichter oder einfach nur Pace Maker bei Community Runs.
Winter Olympische Sportarten sind oft sehr saisonal eingeschränkt. Es gibt wenig Orte auf der Welt wo du ganzjährig Ski- Langlauf trainieren kannst. Selbst Eishockey Spieler melden sich im Sommer "arbeitslos", wenn sie keinen Vertrag über mehrere Saison haben.
In Deutschland ist der größte Sport- Arbeitgeber die Bundespolizei sowie die Bundeswehr.
Es gibt inzwischen auch DUALE Sportförderungen in der Wirtschaft in Form von Arbeits- / Ausbildungsplätzen.
Im Studium hatten wir einen Boxer der bei der Sparkasse gearbeitet hatte, und für Vorbereitungen und Wettkämpfe bezahlt freigestellt war. Dafür hat die Sparkasse mit ihm als Gesicht geworben und irgendwann war er tatsächlich auch mal in Phasen in denen er richtig gearbeitet hatte.
Verstehe jedoch nicht ganz, wie uns das in der Sache weiterhilft.
Natürlich ist das System nicht in Stein gemeiselt - wenn eine Übernahme der DJM Aufgaben nur mit monetären Hintergrund vorstellbar sein sollte, kann man auch versuchen die Startgebühren entsprechend anzupassen.
Martkwirtschaft bedeutet - Angebot und Nachfrage.
Wenn die Teams melden und bereit sind die geforderte Summe zu leisten, ist auch das umsetzbar.
Wenn sich wirklich niemand "ehrenamtlich" findet, vielleicht auch die einzige Möglichkeit.
Ich für meinen Teil bin schon seit 2006 ehrenamtlich im UWR tätigt. Ob als Trainer (2006 - und da dankbarerweise mit Ehrenamtspauschalen als Trainerstunden), Schiedsrichter, Vorstandsmitglied oder eben wie die letzten Jahre als DJM Veranstalter.
Das Ganze lebt eben vom Engagement.
vor 1 Woche veröffentlicht
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