Hannes
Hannes

Verwarnung! Schulter im Korb!

von Hannes

Beim letzten Spieltag war ich Unterwasser- Schiri. Der eine Torwart hat sich andauernd mit einer Schulter im Korb fixiert solang der Ball nicht in der Nähe war.

Ich geb ihm also eine Verwarnung deshalb. Während ich mich wieder zum Boden sinken lasse denke ich über die Konsequenzen nach.

Falls der Torwart das wieder machen würde und es eine torgefährliche Situation wäre, gäbe es eh einen Starfwurf, Verwarnung hin oder her.

Ich könnte ihn beim nächsten Mal für 2 Minuten raus stellen. Das wär aber ziemlich hart.

Ich könnte einen Freiwurf für die angreifende Mannschaft hupen. Das würde ihnen den Vorteil nehmen und den Verteidigern Zeit geben, sich wieder zu sortieren.

Lustigerweise haben wir in einem späteren Spiel ein Team Warning wegen der selben Sache bekommen. Nach dem Spiel darauf angesprochen waren die Schiris genauso ratlos: “Hm. Na immerhin weiß er jetzt Bescheid”.

Wobei auf eine Mannschaftsverwarnung ja immer Zeitstrafen folgen müssten:

Für die restliche Spieldauer wird eine Zeitstrafe für jeden Spieler verhängt der denselben Regelverstoß begeht.

UWR Regelwerk, Regel 6.1.5a

Was also tun mit dieser Spielsituation? Wie soll oder kann man es überhaupt ahnden, wenn sich der Torwart fixiert solange es keine torgefährliche Situation ist?

Mein Vorschlag: beim ersten Mal eine persönliche Verwarnung geben (dann weiß der Torwart Bescheid), und danach verzögerte Unterbrechung nutzen. Beim Foul die Hand heben und bei Wechsel des Ballbesitzes Freiwurf. Dann würde ich aber auftauchen, um das klar kommunizieren zu können.

Wie siehst Du das? Würdest Du schon eher die Zeitstrafe geben? Oder hast Du noch eine andere Idee?

Hannes

5 Kommentare zu Verwarnung! Schulter im Korb!

  1. lukbuk schreibt:

    Man müsste beim ersten Mal eine persönliche Verwarnung geben, beim zweiten Mal ein Teamwarning. Ab dem dritten Mal gäbe es jedes Mal 2 Minuten. Wenn man das allerdings konsequent so spielen würde, gäbe es zumindest in der Südliga seeehr viele Zeitstrafen.

  2. Stefan schreibt:

    Die Frage ist doch, ob der Torwart sich durch das Fixieren / Verkeilen einen Vorteil verschafft hat. Wenn ja, ist es ein Foul. Wenn nein, ist es kein Foul (Regel 5.1.8, “Ein Spieler darf sich mit keinem Körperteil … im Tor verkeilen …, um sich hierdurch einen Vorteil zu verschaffen”).

    Warum hat der Torwart sich denn fixiert, wenn der Ball nicht in der Nähe war? Wenn er es gemacht hat, um sich z.B. leichter in der Position auf dem Korb zu halten (weniger Flossenarbeit erforderlich) und dadurch Luft zu sparen, hat er sich einen Vorteil verschafft und somit eine Regelverletzung begangen.

    Selbst wenn der Torwart mit dem Fixieren kurz vor der torgefährlichen Situation aufhört, kann die Regelverletzung immer noch dazu führen, daß ein Tor verhindert wird (der Torwart hat evtl. mehr Luft, als er sonst gehabt hätte).

    Die Strafe wäre dann ein Strafwurf (wenn das Tor ziemlich sicher durch die Regelwidrigkeit verhindert wurde) oder eine Zeitstrafe (in Grenzfällen, was hier wahrscheinlich öfter vorkommt). Ich würde den Torwart verwarnen, daß das nächste Fixieren vor einer torgefährlichen Situation mit Strafwurf oder Zeitstrafe geahndet würde.

    Teamwarning ist m.E. nicht zielführend, da ja immer nur ein Torwart dies Verhalten gezeigt hat und nicht mehrere Spieler der Mannschaft.

    • lukbuk schreibt:

      Naja ich sehe das aber eher global aufs ganze Spiel bzw. mehrere Spiele ausgeweitet:
      In der einen Situation, in der der Torwart das Tor mit einem kurzen Verkeilen verhindert, kann der Schiri oft gar nichts erkennen. Ich selbst als Angreifer nehme ihm ja sogar einen Großteil der Sicht, da ich den Ball mit meinem Körper ja bewusst abschirme.
      Im Umkehrschluss heißt das für mich, dass ein solcher Regelverstoß umso konsequenter geahndet werden müsste, sobald man ihn erkennen kann. Wie man das aber durchführen soll, ohne ein Spiel komplett zu verpfeifen, ist mir ein Rätsel (siehe oben).

  3. Fog schreibt:

    Spiel verpfeifen…guter Ansatz.
    Ich kann mich gut verkeilen(hab auch schon ein paar Strafwürfe damit eingekauft), setze es aber wenn dann nur gezielt ein.
    Und gute Stürmer kriegen mich dann trotzdem runter (ok …einmal hab ich den Korb mit hochgehoben…:)
    Wenn beide Schiedsrichter ein bischen versetzt (der an der Wandseite ganz hinten, der offene im Feld mit 2-3 Meter abstand zur Wand)
    sich positionieren ist das aber zu sehen. Wenn Angriff und verkeilt, Strafwurf.
    Ich habe aber auch schon Strafwürfe gegen mich kassiert wo ich nicht verkeilt war (ich habe mich einfach gut gegen den Korb mit Flossenschlag gedrückt, der Schiri hat verkeilen angenommen weil der Stürmer mich trotz sichtlichen Kraftaufwand nicht vom Korb bekommen hat.). Ob der Torwart sich einfach nur mit Flossenschlag fixiert muß man halt auch berücksichtigen.
    Luftvorteil durch verkeilen…minimal bis lachhaft, das bischen paddeln um auf dem Korb zu bleiben….
    Wenn ich als UW Schiri das Gefühl habe das sich ein Torwart verkeilt( ich das aber wegen nicht gefährlicher Situation nicht gepfiffen habe) weise ich den Mannschaftsführer bei der nächsten Unterbrechung darauf hin….am besten mit Kappennummer des Spielers…das hat eigentlich immer geholfen.

  4. Rocky schreibt:

    Erstmal schönes Gesprächsthema :-)

    Ich finde das verkeilen im korb wenn keine Torgefärliche situation besteht trotzdem ein vorteil für den Torwart und somit ein faul ist. Meistens schau ich mir das ein bisschen an (kann ja nur ein zufall sein;-) ) wenn das aber öfter vorkommt kommuniziere ich das mit den mannschaftskapitän und spreche eine persönliche Verwarnung aus.

    Ich finde auch eine mannschaftsverwarnung ist ein bisschen hart.

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.