Hannes
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Ausdauertraining

von Hannes

Der Sommer ist da. Es ist warm, trocken und fast ununterbrochen hell. Damit gibt es keine Ausrede mehr, dein UWR-Training nicht durch Einheiten an Land zu ergänzen – vor allem, wenn das Becken aufgrund von Ferien leer bleibt. Das macht natürlich nicht so viel Spaß, hat aber auch Vorteile:

  • man kann es alleine und jederzeit machen
  • man ist überwiegend an der frischen Luft und in der Natur
  • extra Training gibt extra Bam!
  • es ist teilweise mit (Klein)Kind machbar
  • Ausdauertraining ist verletzungsarm

Heute möchte ich auf den Bereich Ausdauertraining eingehen, und dazu vier Sportarten betrachten.

Rad fahren

An sich fahr ich gern mit dem Rad – nur als Training hat’s bei mir noch nicht Klick gemacht. Vielleicht bräuchte ich dazu mal ein ordentliches Rad, oder müsste mich mit diesen abschreckenden Click-Pedalen auseinandersetzen.

Radfahren ist sehr gut mit Kind machbar, wenn man einen Hänger hat. Mit einem Kindersitz würde ich eher nicht schnell fahren.

Der Materialaufwand ist allerdings enorm: Ein Rad (wobei da auch das genügt, das wahrscheinlich eh hat), ein Helm*, ggf. Click Schuhe* und ein Hänger (falls das Kind mit soll).

Inline Skaten

Früher bin ich recht viel Inline geskatet. Ich find es macht echt Spaß und ist ein gutes Training. Mittlerweile hab ich allerdings weder funktionierende Skates, noch eine interessante Strecke (zur Einschätzung: in 1 Std. fährt man schon mal 30 km).

Der Materialaufwand ist überschaubar: gute Skates*, Helm* und Schützer*.

Inline Skaten könnte mit Kind machbar sein – ich bin aber skeptisch. Wie soll man den Buggy gebremst bekommen?

Schwimmen

Ich finde Schwimmen ziemlich fad. Mit einem wasserdichten MP3 Player* kann man das aber signifikant pimpen. Ein weiterer Nachteil ist, dass man immer erst zum Schwimmbad fahren muss – das kostet einfach viel Zeit. Klarer Vorteil: Schwimmen ist dem UWR sehr nah, oft kann man sogar die Flossen benutzen. So profitiert man nicht nur von der höheren Ausdauer sondern trainiert auch spezifische Muskeln und relevante funktionale Bewegungsabläufe.

Ein weiterer Vorteil ist die minimale Ausrüstung die man benötigt. Wenn man möchte kann man natürlich nochmal eine Rugby Tasche füllen mit Schwimmbrille*, Kickboard*, Pullbuoy*, Paddles*, Mini Flossen*, Schwimmschnorchel*, usw.

Mit Kind ist Schwimmen nicht machbar. Aber im Sommer kann man zum Beispiel einen Schwimmbad-Besuch mit der Familie nutzen. Negativ ist auch, dass man erstmal zum Schwimmbad kommen muss, und somit die Netto-Trainingszeit geringer ist als z.B. beim Laufen.

Laufen

Damit bleibt noch Laufen. Vor Jahren hab ich das verabscheut, dreh inzwischen aber ganz gern ne Runde. Es gibt auch viele Gimmicks die es angenehmer machen:

  • Man ist mitten in der Natur (im Wald, am See). Das fand ich schon immer richtig gut.
  • Musik hören ist einfach wunderbar um sich anpeitschen zu lassen. Seinerzeit hab ich das schon mit dem Discman gemacht, inzwischen bin ich einer von denen, deren Handy auf voller Lautstärke läuft (ich bin ja gleich wieder weg) – oder gern auch mal ohne Musik.
  • App, um Strecke und Zeit zu messen, z.B. Runtastic oder Nike Run Club. Unerlässlich, wenn man seinen Fortschritt messen will, und für mich auch ziemlich motivierend.
  • “Guided Runs” in der Nike Run Club App. Oft sehr motivierende Interviews. (scheinbar tauchen die nicht bei jedem Nutzer auf)
  • Neue Schuhe! In den letzten Jahren haben sich neue Schäüme (z.B. “Boost”, oder “FlyteFoam”) etabliert. Ob sie die Leistung steigern darf bezweifelt werden – aber mir machen diese Schuhe auf jeden Fall enorm Spaß.
  • Kann man aufgrund der minimalen Ausrüstung überall machen, auch auf Reisen.
  • Gut mit Kind im Buggy machbar.
  • Lässt sich gut mit anderem Training kombinieren – dazu mehr in späteren Beiträgen.
  • Kann man halbwegs gefahrlos auch nachts machen.
  • Negativ: Laufen belastet den Bewegungsapparat (Füße, Knie, Hüfte) und evtl. die Wirbelsäule.

Ich geh also meistens Laufen als Ausdauertraining, manchmal auch Schwimmen. Wie sieht’s bei Dir aus? Was machst Du, und was sind für dich die Vorteile davon?

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Hannes

7 Kommentare zu Ausdauertraining

  1. Geram schreibt:

    Rudern ftw!
    Abhängig davon ob ich Grundlagenausdauer trainieren will entweder lockeres Rudern (meistens an der Concept 2 Rudermaschine) oder ob man eher so ins anaerobe geht mit Intervall “Sprints” 4-5 mal 2 min auf Geschwindigkeit.
    Ergänzt das Rugby auch ganz gut zumal man ja auch oft im Fitnesstraining sone Maschine rumstehen hat.

    • Hannes Hannes schreibt:

      Das stimmt, Training an Geräten hab ich hier komplett außen vor gelassen. Das liegt wohl daran, dass ich so gern draußen trainiere. Aber grad für den Winter is das natürlich ne gute Alternative.

  2. Noureddin Salili schreibt:

    Bike and Run kann ich nur empfehlen.
    Man braucht zu zweit 1 Fahrrad und eine bestimmte Strecke, die man absolvieren möchte (z Bsp eine Runde um einen See etc)
    Das Prinzip ist einfach, einer läuft im ga2 (laufen mit schnaufen) der andere radelt nebenher im ga1 und erholt sich. Es wird immer wieder zwischen den beiden gewechselt. Wenn man richtig Gas gibt und eine Strecke von z Bsp 10 ok nimmt wechselt man am Ende alle 100 bis 200 Meter. Ist ein super Ausdauertraining, auch mit der oder dem Liebsten durchführbar.

    • Hannes Hannes schreibt:

      Hm, ich kann mir irgendwie nicht vorstellen, dass das in beiden Fällen aufgeht. Wenn ich rad fahr, kommt meine Frau laufend nicht hinterher. Wie löst man das? Bin ich einfach schon so platt davon, dass ich laufend hinter der radelnden Frau hergehechelt bin?

      • Noureddin Salili schreibt:

        Du sollst die Fahhradzeit nutzen um dich zu erholen. Und glaub mir, wenn du beim Laufen Gas gibst, wirst du die Zeit auf dem Rad brauchen und auch irgendwann Probleme haben deine Frau einzuholen.

  3. Hannes Hannes schreibt:

    Ich hab gerade noch einen zusätzlichen Vorteil aufgenommen:
    Ausdauertraining ist verletzungsarm

  4. elmar schreibt:

    Ich finde Schwimmen klasse, komme aber auch ursprünglich aus dem Bereich. Ich schwimme zwischen 2 und vier Kilometern und variiere mit Paddles, Kraul-Beine etc. pp. Schwimmbad ist schnell erreichbar bei mir, außerdem ist es wetterunabhängig =) MP3-Player brauche ich dafür nicht, allerdings finde ich sollte es schon eine 50m-Bahn sein.

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