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Schimpfen, Schlagen, Spielabbruch... (57 Beiträge)

  1. Opa Wan
    Mitglied
    121 Beiträge

    ... Erfahrungen und Vorschläge

    Es wurde in einigen Beiträgen angefordert, also hier das Thema passend zur Schiridiskussion: Auf welches Verhalten sollten die Schiris besonders achten? An welchem Punkt ist es für ein Team ok, das Spiel abzubrechen (letzte Saison z.B. in der Nordliga geschehen)? Welche Erfahrungen gibt es mit "Kloppermannschaften", und was kann/will man dagegen unternehmen? Wie sollten die Schiris die 2-min. Strafen bzw. die Matchstrafen anwenden? Wird zu wenig oder zu viel herausgestellt (Vergleich z.B. zu Handball)? Wann ist Rugby noch Rugby und weder Freefight noch Schwanensee.

    Viel Spaß beim tippen!

    vor 9 Jahre veröffentlicht # Antworten
  2. pucicu
    Mitglied
    108 Beiträge

    Ach, da schau einer an. Vor einem Jahr wurden meine Kollegen noch ausgelacht, weil sie das Becken im Spiel gegen besagte Mannschaft verlassen haben, um gesundheitlichen Gefahren zu entgehen ...

    Und jetzt regen sich hier sogar DM-Teilnehmer auf. Ich faß' es nicht.

    Aber zu Schieri-Leistungen kann ich auch Erfahrungen beisteuern. Die haben wir aber schon mal vor einiger Zeit diskutiert.

    Ich finde es z. B. nicht in Ordnung, wenn der UW-Schieri das Spiel nicht unterbricht, wenn der Tormann in dem Kabel von der Hupe verheddert ist und gleichzeitig ein Angriff auf ihn stattfindet. Wem wird der Tormann mehr Aufmerksamkeit widmen: der lebensbedrohlichen Situation mit dem Kabel oder dem Angreifer?

    Zufällig im gleichen Spiel gesehen: Spieler verletzt sich ernsthaft am Kopf und blutet stark - Spiel wird trotzdem nicht unterbrochen, um den Spieler schnell aus dem Wasser zu holen. Da fragt man sich, was hier Priorität hat: die Gesundheit des Spielers oder der Spielfluß. Ich habe so etwas bei noch keiner anderen Sportart gesehen.

    vor 9 Jahre veröffentlicht # Antworten
  3. lukbuk
    Blödmann ;-)
    222 Beiträge

    Es gibt beim UWR Spieler (und das wahrscheinlich auf jedem erdenklichen Niveau), die an Stellen, wo es der Schiri (höchstwahrscheinlich) nicht sieht, absichtlich foulen, um sich Vorteile zu verschaffen.
    Das sind meist keine brutalen Fouls, aber sehr wirkungsvoll. Beispielsweise wird da einfach mal ein Gegner beim Abtauchen am Fuß festgehalten, weil die eigene Kondition nicht ausreicht, um hinterher zu schwimmen. Oder der klassische gezielte Angriff auf Kopf und vor allem Ausrüstung im großen Getümmel.

    Für Schiedsrichter ist es sehr schwer, manchmal vielleicht sogar unmöglich, sowas zu erkennen. Man kann einfach nicht alles gleichzeitig im Blick haben und die Spieler achten ja genau darauf, dass ihre Aktionen versteckt bleiben. Möglichst viel eigene Spielerfahrung ist deshalb meiner Meinung nach für einen (A-)Schiedsrichter sehr wichtig. Umso mehr habe ich mich gefreut, Harald Scheibler bei der DM in weiß zu sehen ;-)

    Im Grunde wird das Problem aber immer bestehen bleiben, man kann nur an die Sportlichkeit der Gegner appellieren.
    Und es gibt glücklicherweise auch Mannschaften, die im Wasser absolut fair bleiben.

    vor 9 Jahre veröffentlicht # Antworten
  4. Opa Wan
    Mitglied
    121 Beiträge

    Die meisten bleiben fair. Leider kommt es z.B. bei BUR immer wieder vor, dass sich Spieler beschweren. Viele Situationen (s.o.) werden von den Schiris auch falsch bewertet, da hat Picachu recht. Mein Vorschlag ginge in die Richtung, einfach mehr Strafen zu verhängen, wie z.B. beim Handball die 2-Minuten Strafen. Gibt das Regelwerk her, und es würd manches Spiel beruhigen.

    vor 9 Jahre veröffentlicht # Antworten
  5. winne
    Mitglied
    466 Beiträge

    Absolut faire Mannschaften ? Das ich nicht lache. Jede UWR-Mannschaft die ernsthaft trainiert, trainiert auch Fouls und deren Abwehr. Selbst UWR-Nationalmannschaften tun das. Wer meint das stimme nicht macht sich was vor. Nur ist die Frage, was sehen die Schiedsrichter und was nicht. Das wird auch trainiert. Wenn alle so fair wären bräuchten wir keine Schiedsrichter.

    vor 9 Jahre veröffentlicht # Antworten
  6. nr10
    Mitglied
    43 Beiträge

    @ winne: ich war schon bei einigen Nationalmannschaftslehrgängen dabei aber Fouls habe ich dort nie trainiert!!!

    Außerdem glaub ich nicht dass es hier um Fouls wie halten ohne Ball, schieben oder verkeilen im Tor geht... ich glaube hier geht es eher um Fouls wie Treten, Angriff gegen Kopf und Ausrüstung (vor allem der Brille).

    vor 9 Jahre veröffentlicht # Antworten
  7. erik
    Mitglied
    167 Beiträge

    dann trainieren wir wohl nicht ernsthaft genug.
    also ich kann nicht von mir sagen, dass ich meiner mannschaft schonmal beigebracht habe wie man foult.

    weder halten ohne ball noch schlagen

    vor 9 Jahre veröffentlicht # Antworten
  8. scotti
    Mitglied
    300 Beiträge

    Hallo Winne,

    jetzt wird mir einiges klar! Sorry, da haben wir grundsätzlich gegensätzliche Ansichten.

    Für den TSV Malsch kann ich als unterm Strich Verantwortlicher sagen: Es widerspricht den ethischen Grundsätzen unserer Trainer und Aktiven, Fouls zu trainieren. Wir spielen UW-Rugby, weil wir Spaß haben wollen, natürlich wollen wir auch gewinnen, aber nicht um jeden Preis!

    Wenn ihr Fouls trainiert, ist das eure Sache, Wir waren auch ohne schon mal Deutscher Herrenmeister und Vierter beim CC.

    Es wäre in der Jugendförderung auch absolut kontraproduktiv, Fouls zu trainieren. Unser Ziel ist es mit sportlichen Mitteln unsere Spiele zu gewinnen, auch im Nachwuchsbereich. Für uns ist es einfach wichtig, alle Jugendlichen nach einem Spiel/Turnier wieder gesund zuhause abzuliefern.

    Gott sei Dank ist uns das bisher fast immer gelungen.

    vor 9 Jahre veröffentlicht # Antworten
  9. Hannes
    Hausmeister
    371 Beiträge

    Ich kann Erik und Scotti und all den anderen da nur zustimmen. Wer vorsätzlich foult hat für mich in unserem Sport nichts verloren. Und eigentlich auch in keinem anderen. Versucht's doch mal in der Wirtschaft.

    vor 9 Jahre veröffentlicht # Antworten
  10. pucicu
    Mitglied
    108 Beiträge

    Der Terminus "absolut fair" ist sicher ungeeignet. Aber es gibt wohl einen Unterschied, ob man von vornherein vor hat, sich durch unsportliches Spiel Vorteile zu verschaffen, oder ob man aus dem Affekt heraus und unüberlegt mal jemanden foult, weil man z. B. bedrängt oder (unbeabsichtigt?) gewürgt wird. So ein Foul ist zwar auch nicht schön, aber durchaus zu verstehen. In so einem Fall ist ja auch meistens hinterher alles wieder gut und ausgesöhnt.

    vor 9 Jahre veröffentlicht # Antworten
  11. lukbuk
    Blödmann ;-)
    222 Beiträge

    Also ich muss Winne da auch entschieden wiedersprechen. Es entspricht defintiv nicht meiner Philosophie von Sport, gezielt zu trainieren, wie man versteckt foult. In Bamberg wurde und wird sowas nie trainiert, auch bei der Nationalmannschaft gab es während meiner Zeit dort keine Sachen in diese Richtung.

    Klar, es gibt das sogenannte "taktische Foul", z.B. halten ohne Ball zur Abwehr eines Konters. Hier wird aber die Spielunterbrechung und auch die drohende 2 Minuten-Strafe bewusst in Kauf genommen und bei einem guten Schiri auch erfolgen.

    Insgesamt ist es wirklich erschreckend für mich, dass man immer wieder mal solche Meinungen voller Überzeugung zu hören bekommt. Glücklicherweise heutzutage eine Seltenheit!

    vor 9 Jahre veröffentlicht # Antworten
  12. Opa Wan
    Mitglied
    121 Beiträge

    Taktische Fouls wie halten an der Flosse: Bitte, kein Problem. Das gleiche gilt ja für schieben am Tor oder den sich verkeilenden Tormenschen. Das ist nicht 100% fair, aber damit haben die Meisten kein großes Problem. Das sehen die Schiris ja auch recht oft. Fies gehts zu, wenn man offensichtlich dem Gegner schaden möchte. Und das Gefühl haben manche Mannschaften durchaus berechtigterweise...

    vor 9 Jahre veröffentlicht # Antworten
  13. fischbrot
    Mitglied
    17 Beiträge

    Ahja, jetzt verstehe ich auch das eine oder andere Foul auf der DM... besonders elegant fand' ich Finger unter die Maske und aufs Auge drücken, um ein Tor zu verhindern. Und die Abwehr, die man dazu 'trainiert' ist dann den Finger mit der Faust 'rausziehen und drehen.. oder was soll man dagegen machen?.. Klar, so kann man spielen, aber hat das noch was mit uwr zu tun? --- no comment, ich gehe mal davon aus, das das nicht so gemeint war, wie es hier verstanden wird. Ich denke, das fast jeder Spieler in der 1.Liga die Kraft und Koordination hat, einem anderen Spieler unter der Gefahr, ihn zu verletzen den Ball abnehmen kann. Na toll, klar setze ich keine Hebel an, die meinem Gegner die Schulter auskugeln, auch wenn sie 'kann' - die gehören zum DLRG-Rettungsschimmen, um sich von einem Ertrinkenden zu befreien... ich bitte darum sich dort austoben. Und schlagen nach dem Ball ist ziemlich sinnlos, wenn ich den Ball 'richtig' habe, aber der blaue Fleck ist gerade weg, super.. Danke nochmal, wenn das absichtlich trainiert war. Naja.
    Zum thema Flosse halten, darüber hab ich mir nach unserem letzten Spiel ein bisschen Gedanken gemacht und auch nochmal bei Schiedsrichten nachgefragt: Es gibt laut mehreren Aussagen beim UWR keine 'vereitelung einer klaren Torchance'-Regelung wie beim Fussball, d.h. wenn ich bei einem Konter 'durch' bin (wie ich es in diesem Spiel 2x war) und nur noch der gegnerische Torwart eingreifen kann, werde ich klar mit beiden Händen an der Flosse gehalten. Solange ich den Ball behalte ist dies Vorteil. Logische Folgerung : Auf jeden Fall machen, es bringt nur Vorteile und keinen Nachteil, denn der Spieler darf nicht treten etc, und sobald man ein bisschen Knieprobleme hat ist 'rausdrehen gegen zwei Hände auch keine Alternative.
    Ich finde, man sollte dort ein bisschen in das Regelwerk eingreifen, denn taktische Fouls werden so zu einem enormen Vorteil.

    So long, W.\

    vor 9 Jahre veröffentlicht # Antworten
  14. Opa Wan
    Mitglied
    121 Beiträge

    Ja, taktische Fouls können in Einzelsituationen vorteilhaft sein. Die Schiris sollten (s.o.) schneller Verwarnungen und evtl. auch 2 Minuten Strafen verhängen, um so ein Verhalten einzudämmen. Würde im Klartext heißen (nach verwarntem Spieler, Mannschaftsverwarnung o.ä.): Vorteil, warten, 2 Minuten wegen Halten ohne Ball.

    vor 9 Jahre veröffentlicht # Antworten
  15. dino
    Mitglied
    23 Beiträge

    Hoch interessantes Thema und gut, dass es mal öffentlich wird. Ich war vor einer Weile schon fast dabei, dem BUR zu glauben, dass man in ihrer "Liga", die wir nun mal nicht kennen, wirklich nur so spielt. Das war mir aber egal, denn der BUR ist gut genug, in der Nordliga jeden fair an die Wand zu spielen und hat das in der Nordliga absolut nicht nötig. Aber dieses Kompliment kam nie beim BUR an und so waren die Spiele meistens nicht sehr schön. Um welchen Preis eigentlich?

    Niemand ist perfekt und gefoult hat schon fast jeder hier. Und so führte diese Spielweise des Berliner Gegners auch immer zu bewußt provozierten Revanchefouls, die auch uns in besagtem, abgebrochenen Spiel passierten. Das Spiel wurde abgebrochen weil es zu hart war und weil auf beiden Seiten die Stimmung absolut vergiftet war und es nicht mehr ums UWR ging. Und das fand ich das Schlimmste daran, daß es soweit kommen mußte! Gerade im Norden, wo die Spielerdecke so dünn ist, gilt es, die Spieler und die Gegener zu begeistern. Und das könnte der BUR mit schnellem, kraftvollen und erfolgreichen Spiel. Er macht es aber zu selten. Eigentlich hat er als stärkste Mannschaft eine unbewußt aufgenommene Führungsfunktion. Die hat er aber schon oft bewußt abgelehnt. Schade drum. Die Folgen dieser Spielweise habe ich mir nicht aus den Haaren herbeigezogen. Ein Tormann von uns, sehr guter Mann und klare Verstärkung für unsere Mannschaft hatte an diesem Tag sein erstes und letztes Bundesligaturnier. Fakt.
    Als Lokalpatriot, Brandenburger und Hauptstadtfan hatte ich mich ehrlich über den DM-Titel vom BUR damals gefreut, später lernte ich sie näher kennen. Es sind auch lange nicht alle BURler so, im Gegenteil. Aber das Bild, was der BUR macht, sieht nun mal so aus und irgendwie ist es gut aber auch schade zu gleich, es in dem Forum so wiederzufinden.

    vor 9 Jahre veröffentlicht # Antworten

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